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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 79. Band, (Jahrgang 1875)

Heber  die  Yerbalstammbildung  in  den  semitischen  Sprachen.

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rechtfertigende  Anomalien.  Ursprünglich  muss  jedes  Causativum, ­
  das  von  einer  Verbalwurzel  abgeleitet  ist,  transitive
Bedeutung  gehabt  haben.  Oft  jedoch  wird  das  Object  als
selbstverständlich  oder  leicht  zu  ergänzen  ausgelassen,  und  so
erhalten  wir  Causativa  mit  scheinbar  intransitiver  Bedeutung,
z.  B.  a’tfjsn  ,horchen'  eig.  ,spitzen'  sc.  JfK  ,das  Ohr',  ähnlich
ntsn,  wo  es  abs.  für  Jis  rtEn  ,das  Ohr  neigen'  steht;  igran  von
,anrühren',  bedeutet  eigentlich  ,anrühren  machen';  Jes.  6,  7  und
Jer.  1,  9,  wo  es  ,anrühren'  zu  bedeuten  scheint,  muss  l'T  als
fehlendes  Object  im  Gedanken  ergänzt  werden;  irbjtn,  fi’nüci
sc.  13“)^;  ,beredt  sein'  eig.  ,einwirken,  an’s  Ziel  gelangen
lassen'  sc.  zjcUS'  ,seine  Bede',  ,bleiben'  eig.  ,stellen'  sc.
,seinen  Fuss';  KK'Vi-  ,sich  beugen'  eig.  ,beugen'  (transit.),
,ruhen'  eig.  ,schlaff  werden  lassen'  sc.  ,die  Glieder';
Vcl*.]  ,abiit'  eig.  ,avertit'  sc.  ,se',  =  rrbi’n.  Erst  in  dem
verderbten  Sprachgebrauche  einer  späteren  Zeit  finden  wir
Causativa,  von  Verbalwurzeln  abgeleitet,  mit  wirklich  intransitiver, ­
  resp.  statt  doppelt  nur  einfach  transitiver  Bedeutung,
wie  p’yn  (Jona  3,  7)  ,schreien',  Ign  =  niy  (II.  Chr.  28,  23),
abnn  =  nbn  (Jer.  29,  8);  /FA:  und  ACP-A:  ,helfen',  un d
,zügeln'.  Doch  ist  selbst  in  diesem  Falle,  wo  die  Causativform
  die  eigentliche  Causal  -  Bedeutung  eingebtisst  hat,
gleichwohl  ein  gewisser  Unterschied  zwischen  ihr  und  der  einfachen ­
  Grundform  darin  bemerkbar,  dass  erstere  einen  inchoativischen
  Nebenbegriff  in  sich  enthält.  1  Wie  die  Causativität

1  Ewald  (1.  c.)  meint,  dass  in  solchen  Verben  der  Unterschied  zwischen
der  Grundform  und  dem  Causatiy  darin  besteht,  dass  erstere  eine  Beschaffenheit, ­
  einen  Zustand,  letzteres  ein  Handeln,  ein  Ueben  ausdrückt.
Aber  in  diesem  Handeln  liegt  doch  wohl  nicht  das  Aeqiüvalent  für  die
dem  Causativ  ursprünglich  innewohnende  Transitivität,  und  die  von
Ewald  zum  Belege  angeführten  Beispiele  rechtfertigen  keineswegs  die
zuvor  gegebene  Erklärung.  in  der  angeblichen  Bedeutung  ,mit
Willen  in  die  Irre  gehen 1  bedarf  selbst  eines  Beweises.  Ob  eine  Thätigkeit
  mit  Willen  und  Absicht  geschieht  oder  nicht,  darauf  kommt  es
im  einfachen  Causativum  gewiss  nicht  an.  Nur  bei  den  Intensitätsstämmen
finden  wir  die  Nebenbedeutung  der  mit  Eifer  ausgeübten,  beabsichtigten
Handlung,  und  zwar  nicht  selten  im  Unterschiede  vom  Causativum,  dem
der  Nebenbegriff  der  Sorgfalt,  des  Eifers  u.  dgl.  ganz  abgeht,  z.  B.
            
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