Heber die Yerbalstammbildung in den semitischen Sprachen.
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rechtfertigende Anomalien. Ursprünglich muss jedes Causativum,
das von einer Verbalwurzel abgeleitet ist, transitive
Bedeutung gehabt haben. Oft jedoch wird das Object als
selbstverständlich oder leicht zu ergänzen ausgelassen, und so
erhalten wir Causativa mit scheinbar intransitiver Bedeutung,
z. B. a’tfjsn ,horchen' eig. ,spitzen' sc. JfK ,das Ohr', ähnlich
ntsn, wo es abs. für Jis rtEn ,das Ohr neigen' steht; igran von
,anrühren', bedeutet eigentlich ,anrühren machen'; Jes. 6, 7 und
Jer. 1, 9, wo es ,anrühren' zu bedeuten scheint, muss l'T als
fehlendes Object im Gedanken ergänzt werden; irbjtn, fi’nüci
sc. 13“)^; ,beredt sein' eig. ,einwirken, an’s Ziel gelangen
lassen' sc. zjcUS' ,seine Bede', ,bleiben' eig. ,stellen' sc.
,seinen Fuss'; KK'Vi- ,sich beugen' eig. ,beugen' (transit.),
,ruhen' eig. ,schlaff werden lassen' sc. ,die Glieder';
Vcl*.] ,abiit' eig. ,avertit' sc. ,se', = rrbi’n. Erst in dem
verderbten Sprachgebrauche einer späteren Zeit finden wir
Causativa, von Verbalwurzeln abgeleitet, mit wirklich intransitiver,
resp. statt doppelt nur einfach transitiver Bedeutung,
wie p’yn (Jona 3, 7) ,schreien', Ign = niy (II. Chr. 28, 23),
abnn = nbn (Jer. 29, 8); /FA: und ACP-A: ,helfen', un d
,zügeln'. Doch ist selbst in diesem Falle, wo die Causativform
die eigentliche Causal - Bedeutung eingebtisst hat,
gleichwohl ein gewisser Unterschied zwischen ihr und der einfachen
Grundform darin bemerkbar, dass erstere einen inchoativischen
Nebenbegriff in sich enthält. 1 Wie die Causativität
1 Ewald (1. c.) meint, dass in solchen Verben der Unterschied zwischen
der Grundform und dem Causatiy darin besteht, dass erstere eine Beschaffenheit,
einen Zustand, letzteres ein Handeln, ein Ueben ausdrückt.
Aber in diesem Handeln liegt doch wohl nicht das Aeqiüvalent für die
dem Causativ ursprünglich innewohnende Transitivität, und die von
Ewald zum Belege angeführten Beispiele rechtfertigen keineswegs die
zuvor gegebene Erklärung. in der angeblichen Bedeutung ,mit
Willen in die Irre gehen 1 bedarf selbst eines Beweises. Ob eine Thätigkeit
mit Willen und Absicht geschieht oder nicht, darauf kommt es
im einfachen Causativum gewiss nicht an. Nur bei den Intensitätsstämmen
finden wir die Nebenbedeutung der mit Eifer ausgeübten, beabsichtigten
Handlung, und zwar nicht selten im Unterschiede vom Causativum, dem
der Nebenbegriff der Sorgfalt, des Eifers u. dgl. ganz abgeht, z. B.