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Po rges.
Dass dieses a ursprünglich den Accent hatte, zeigt das Hebräische
und Syrische deutlich. Im Arabischen aber verlor es
späterhin seinen Ton, weil es bald in offener Sylbe zu stehen
kam und hier als kurzer Yocal, von zwei anderen a-Lauten
umgeben, den Ton nicht zu behaupten vermochte. Doch nur
die Aegypter sprechen heute noch (JjÜ> mit dem Ton auf der
ersten Sylbe, die Beduinen hingegen betonen das zweite a und
sprechen: natak. 1 Im Aethiopischen war wenigstens noch zu
Ludolfs Zeit das Verbum i'?/.: nagara betont (Ludolf gr. äth.
I, 7). Es scheint demnach, dass unter allen semitischen Dialekten
der aramäische die ursprüngliche Grundform so ziemlich
am reinsten erhalten hat. Doch dürfen wir uns nicht etwa den
ersten Wurzellaut von Anfang an ganz vocallos denken, wie
in Zwischen zwei festen Consonanten am Anfänge einer
Sylbe war vielmehr zum Mindesten ein flüchtiger Vocal ä oder e
in der Aussprache unbedingt nothwendig. 2 Die Aussprache
ktab (ohne Vocal nach dem 1. Wurzelbuchstaben) wird also wohl
nicht die älteste gewesen sein. Andererseits sind aber auch die
Formen btsjj, J.Äi, <M-A: vom Ursprünglichen mehr oder minder
weit entfernt. Im Hebräischen hat sich das kurze a des ersten
Wurzelbuchstaben durch den Einfluss der folgenden Tonsylbe
zu — dehnen müssen, in den vocalreichen südsemitischen Dialekten
liess man auch nach dem 3. Rad. ein kurzes a nachklingen,
was im Arabischen das Zurückgehen des Tones um
eine Sylbe zur Folge hatte, während das Aetliiopische dessenungeachtet
den Accent auf seiner alten Stelle beliess, doch
nur in der activen Aussprache des zweiten Radicals mit a.
In der halbpassiven hingegen mit e, z. B - . in AdlA:, wo das
kurze e den Ton nicht zu behaupten vermochte, trat bald die
Accentuirung der ersten Sylbe ein. Im Hebräischen aber hat
sich sogar auch in den intransitiven ursprünglich mit kurzem ö
oder i gebildeten Formen der Ton auf seiner alten Stelle zu
behaupten gewusst, indem, um dies zu ermöglichen, die kurzen
Vocale zu — und — gedehnt wurden, z. B. jta|5, pan.
1 S. Wallin’s Not. in Zschr. d. D.M.G. VI, 1852, S. 104.
2 Das Mittel, zwei anlautende Consonanten mit, Hilfe eines prosthetischen
Hauchlautes (n oder n) aussprechbar zu machen, scheint einer späteren
Periode der sprachlichen Entwickelung anzugehören.