Heber die Yerbalstararabilduug iu den semitischen Sprachen.
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Ausdrucke des nach aussen hin gerichteten Handelns auch
noch die Möglichkeit der Bildung einer entsprechenden Reflexivform,
welche dazu dient, die vom Subjecte auf sich selbst
bezogene Thätigkeit zu bezeichnen. Im Ganzen haben wir
demnach für jeden der drei Grundstämme, den einfachen, intensiven
und extensiven, vier Bildungsmöglichkeiten kennen gelernt:
a) eine Grundform zum Ausdrucke directer nach aussen gesetzter
Thätigkeit,
b) eine Causativform zum Ausdrucke indirecter nach aussen
gesetzter Thätigkeit,
c) eine Reflexivform zum Ausdrucke directer rückbezüglicher
Thätigkeit,
d) eine Causativ-Reflexiv-Form zum Ausdrucke indirecter und
zugleich rückbezüglicher Thätigkeit.
Erstes Capitel.
Einfache Stämme.
1. Der einfache Grundstamm bezeichnet den einfachen
Thätigkeitsbegriff im Unterschiede vom Nennwort, auch dient
er nicht selten, von Nominibus abgeleitet, zur Bildung denominativer
Verbalbegriffe in der Bedeutung ,dasjenige sein' oder
,sich irgendwie mit demjenigen beschäftigen', was den begrifflichen
Inhalt des Nomens ausmacht, so pb ,Ziegel machen'
(von und dieses von |ab ,weiss sein'), nan ,mit Harz beschmieren'
(von lön ,Harz' und dieses von nan ,roth sein'),
fcpy ,das Genick brechen' (von Pfiy), “Ol£> ,Getreide kaufen und
verkaufen' (von "ültf), olffi ,Jude sein', ,die Haut verletzen',
,frondes avulsit', ,vergolden', bps ehelichen'
(von bya), - aNn ,decorticavit' (von Va^o), Aüiä: I. 1. id.
(von Arüff: ,cortex‘). Die Form des einfachen Grundstammes ist,
wie in §. 3 auseinandergesetzt wurde, durch den Wortton, welcher
den zum vorletzten Mitlaute gehörenden Vocal trifft, im Unterschiede
vom Nomen genügend charalcterisirt. Der natürlichste
Stammvocal ist a, theils als der schlechthin nächste Laut, theils
als treibender, nach vorwärts drängender Vocal, der zum Ausdrucke
einer Thätigkeit, einer Bewegung am geeignetsten ist.
Sitzungsber. d. phil.-hist. CI. LXXIX. Bd. I. Hft. 19