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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 79. Band, (Jahrgang 1875)

Heber  die  Yerbalstararabilduug  iu  den  semitischen  Sprachen.

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Ausdrucke  des  nach  aussen  hin  gerichteten  Handelns  auch
noch  die  Möglichkeit  der  Bildung  einer  entsprechenden  Reflexivform, ­
  welche  dazu  dient,  die  vom  Subjecte  auf  sich  selbst
bezogene  Thätigkeit  zu  bezeichnen.  Im  Ganzen  haben  wir
demnach  für  jeden  der  drei  Grundstämme,  den  einfachen,  intensiven ­
  und  extensiven,  vier  Bildungsmöglichkeiten  kennen  gelernt:
a)  eine  Grundform  zum  Ausdrucke  directer  nach  aussen  gesetzter ­
  Thätigkeit,
b)  eine  Causativform  zum  Ausdrucke  indirecter  nach  aussen
gesetzter  Thätigkeit,
c)  eine  Reflexivform  zum  Ausdrucke  directer  rückbezüglicher
Thätigkeit,
d)  eine  Causativ-Reflexiv-Form  zum  Ausdrucke  indirecter  und
zugleich  rückbezüglicher  Thätigkeit.

Erstes  Capitel.
Einfache  Stämme.
1.  Der  einfache  Grundstamm  bezeichnet  den  einfachen
Thätigkeitsbegriff  im  Unterschiede  vom  Nennwort,  auch  dient
er  nicht  selten,  von  Nominibus  abgeleitet,  zur  Bildung  denominativer
  Verbalbegriffe  in  der  Bedeutung  ,dasjenige  sein'  oder
,sich  irgendwie  mit  demjenigen  beschäftigen',  was  den  begrifflichen ­
  Inhalt  des  Nomens  ausmacht,  so  pb  ,Ziegel  machen'
(von  und  dieses  von  |ab  ,weiss  sein'),  nan  ,mit  Harz  beschmieren' ­
  (von  lön  ,Harz'  und  dieses  von  nan  ,roth  sein'),
fcpy  ,das  Genick  brechen'  (von  Pfiy),  “Ol£>  ,Getreide  kaufen  und
verkaufen'  (von  "ültf),  olffi  ,Jude  sein',  ,die  Haut  verletzen', ­
  ,frondes  avulsit',  ,vergolden',  bps  ehelichen' ­
  (von  bya),  -  aNn  ,decorticavit'  (von  Va^o),  Aüiä:  I.  1.  id.
(von  Arüff:  ,cortex‘).  Die  Form  des  einfachen  Grundstammes  ist,
wie  in  §.  3  auseinandergesetzt  wurde,  durch  den  Wortton,  welcher
den  zum  vorletzten  Mitlaute  gehörenden  Vocal  trifft,  im  Unterschiede ­
  vom  Nomen  genügend  charalcterisirt.  Der  natürlichste
Stammvocal  ist  a,  theils  als  der  schlechthin  nächste  Laut,  theils
als  treibender,  nach  vorwärts  drängender  Vocal,  der  zum  Ausdrucke ­
  einer  Thätigkeit,  einer  Bewegung  am  geeignetsten  ist.
Sitzungsber.  d.  phil.-hist.  CI.  LXXIX.  Bd.  I.  Hft.  19
            
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