Beiträge zur Kritik und Erklärung griechischer Schriftsteller.
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anderen Worten: sie besitzt keine Sinneswerkzeuge (denn wozu
sollte sie das besitzen, dessen sie nicht bedarf?) und sicherlich
ebenso wenig andere leibliche Organe, sie ist ein rein geistiges
Wesen, — was eben die neue Lehre der spiritualistischen
Philosophen jener Zeit war.
Das Welt- und Lebensprincip aber, mochte es nun ein
rein geistiges (Gottheit, Weltseele, Weltgeist) oder ein stoffliches
(Feuer oder Luft) sein oder auch zwischen beiden Denkweisen
in der Mitte schweben (wie der Noü; des Anaxagoras,
der als XsirrÖTaTÖv ts Ttavxuv /pr)|j.dxuv xai y.aöapcbTaxov unverkennbar
diese Mittelstellung einnimmt) — dieses zugleich als Quelle
aller menschlichen und thierischen Wahrnehmung und Erkenntniss
anzusehen, war in jenem Zeitalter gang und gäbe. Ich
erinnere wieder, nicht sowohl um der Sache als um des Ausdrucks
willen, an Diogenes von Apollonia: . . . savxa tu aöxü
(tu äipi) xai Gj y.ai opä y.ai ay,o'JEi x.ai tyjv dX/a]v vörjaiv e/ei
uxo toO auxou zdvxa, (Frg. 6 fin. Mullach.), was ebenso gut also
hätte ausgedrückt sein können: tö ah-'o r^api/v. a-aoi to i^vjv y.ai to
öpäv y.ai to ay.ouetv y.xs. Und so hat Plato dort, wo er einen
Theil der erkenntnisstheoretischen Doctrinen seiner Zeit durchmustert
(Phaedo, 96, B) wirklich geschrieben: y.ai troxepov to
ai[xa ecrnv u cppovcup.sv (die Lehre des Empedokles und unseres
Kritias), 9) o arjp •<) to orup 9) tojtwv p.sv ouBsv (es folgt die zuerst
von Alkmäon aufgestellte Hypothese), 6 Be Eyy.soaXct; «mv 6 xd;
aij0i)asip Trapsjjuv too axoieiv y.ai opdv y.ai co^paivsoGai, sy. tootuv
oe yQvoiTO iJ.V(5p,T) y.ai 005a, sy. Be y.ai ooijrjc .... yiyvEoGai
ETitoTV)|j,Yiv. Womit man zum Ueberfluss noch vergleichen mag
die abweichende Fassung desselben Gedankens bei Hippocrat
de morbo sacro c. 14: y.ai xcuxu (tu eyy.s:päXu) opoveopsv ptaXiaxa
y.ai vosöp.sv y.ai ßXe-op.ev y.ai dy.oiop.sv y.ai otay'.vuxr/.op.EV xd xe ahypa
y.ai y.aXa y.ai xdyaGa y.ai y.ax,d y.xe. (Meine von Littre, VI, 386
zum Theil abweichende Schreibung der Stelle beruht der Haupt-Seuxspw
xuv 'OpiXiuv ctvTiSiatpüv raTs alaOijaEai T7|V yvti[i7]v [~oX-Xazi?]
e’lprjzsv (das Wort yvwpr) nämlich, dessen ältere Anwendung Galen
hier illustrirt). Verstehe ich den letzten dieser Brocken richtig, so hat
Kritias gleich so vielen anderen Attikern ütp 1 eauxoü statt ujto asauroü
gebraucht (Krüg. 51, 2, 15) und einen Gedanken ausgedrückt, der an
Demokrit’s fragm. mor. 23 (Mullach) anklingt: ....&>? e1 to awpa Sizdaarco
Trj zaztoaEu?, oüz av aüxrjv cärocpuyetv.