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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 79. Band, (Jahrgang 1875)

Beiträge  zur  Kritik  und  Erklärung  griechischer  Schriftsteller.

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anderen  Worten:  sie  besitzt  keine  Sinneswerkzeuge  (denn  wozu
sollte  sie  das  besitzen,  dessen  sie  nicht  bedarf?)  und  sicherlich
ebenso  wenig  andere  leibliche  Organe,  sie  ist  ein  rein  geistiges ­
  Wesen,  —  was  eben  die  neue  Lehre  der  spiritualistischen
Philosophen  jener  Zeit  war.
Das  Welt-  und  Lebensprincip  aber,  mochte  es  nun  ein
rein  geistiges  (Gottheit,  Weltseele,  Weltgeist)  oder  ein  stoffliches ­
  (Feuer  oder  Luft)  sein  oder  auch  zwischen  beiden  Denkweisen ­
  in  der  Mitte  schweben  (wie  der  Noü;  des  Anaxagoras,
der  als  XsirrÖTaTÖv  ts  Ttavxuv  /pr)|j.dxuv  xai  y.aöapcbTaxov  unverkennbar ­
  diese  Mittelstellung  einnimmt)  —  dieses  zugleich  als  Quelle
aller  menschlichen  und  thierischen  Wahrnehmung  und  Erkenntniss
  anzusehen,  war  in  jenem  Zeitalter  gang  und  gäbe.  Ich
erinnere  wieder,  nicht  sowohl  um  der  Sache  als  um  des  Ausdrucks ­
  willen,  an  Diogenes  von  Apollonia:  .  .  .  savxa  tu  aöxü
(tu  äipi)  xai  Gj  y.ai  opä  y.ai  ay,o'JEi  x.ai  tyjv  dX/a]v  vörjaiv  e/ei
uxo  toO  auxou  zdvxa,  (Frg.  6  fin.  Mullach.),  was  ebenso  gut  also
hätte  ausgedrückt  sein  können:  tö  ah-'o  r^api/v.  a-aoi  to  i^vjv  y.ai  to
öpäv  y.ai  to  ay.ouetv  y.xs.  Und  so  hat  Plato  dort,  wo  er  einen
Theil  der  erkenntnisstheoretischen  Doctrinen  seiner  Zeit  durchmustert ­
  (Phaedo,  96,  B)  wirklich  geschrieben:  y.ai  troxepov  to
ai[xa  ecrnv  u  cppovcup.sv  (die  Lehre  des  Empedokles  und  unseres
Kritias),  9)  o  arjp  •<)  to  orup  9)  tojtwv  p.sv  ouBsv  (es  folgt  die  zuerst
von  Alkmäon  aufgestellte  Hypothese),  6  Be  Eyy.soaXct;  «mv  6  xd;
aij0i)asip  Trapsjjuv  too  axoieiv  y.ai  opdv  y.ai  co^paivsoGai,  sy.  tootuv
oe  yQvoiTO  iJ.V(5p,T)  y.ai  005a,  sy.  Be  y.ai  ooijrjc  ....  yiyvEoGai
ETitoTV)|j,Yiv.  Womit  man  zum  Ueberfluss  noch  vergleichen  mag
die  abweichende  Fassung  desselben  Gedankens  bei  Hippocrat
de  morbo  sacro  c.  14:  y.ai  xcuxu  (tu  eyy.s:päXu)  opoveopsv  ptaXiaxa
y.ai  vosöp.sv  y.ai  ßXe-op.ev  y.ai  dy.oiop.sv  y.ai  otay'.vuxr/.op.EV  xd  xe  ahypa
y.ai  y.aXa  y.ai  xdyaGa  y.ai  y.ax,d  y.xe.  (Meine  von  Littre,  VI,  386
zum  Theil  abweichende  Schreibung  der  Stelle  beruht  der  Haupt-Seuxspw

  xuv  'OpiXiuv  ctvTiSiatpüv  raTs  alaOijaEai  T7|V  yvti[i7]v  [~oX-Xazi?]
  e’lprjzsv  (das  Wort  yvwpr)  nämlich,  dessen  ältere  Anwendung  Galen
hier  illustrirt).  Verstehe  ich  den  letzten  dieser  Brocken  richtig,  so  hat
Kritias  gleich  so  vielen  anderen  Attikern  ütp 1  eauxoü  statt  ujto  asauroü
gebraucht  (Krüg.  51,  2,  15)  und  einen  Gedanken  ausgedrückt,  der  an
Demokrit’s  fragm.  mor.  23  (Mullach)  anklingt:  ....&>?  e1  to  awpa  Sizdaarco
Trj  zaztoaEu?,  oüz  av  aüxrjv  cärocpuyetv.
            
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