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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 79. Band, (Jahrgang 1875)

Beiträge  zur  Kritik  und  Erklärung  griechischer  Schriftsteller.

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lenkt  zu  sein  und  er  Alles  zu  beherrschen.  Denn  eben  daher
scheint  mir  der 1,  (von  Anaxagoras  so  genannte)  ,Noo;  zu  stammen
und*  (mittelst  dieses  seines  Trägers)  ,überall  hin  zu  dringen
und  Alles  zu  ordnen  und  in  Allem  zu  sein*.  (Hierin  ist  6  voo?
meine,  von  Mullach  —  Frg.  6  —  bis  auf  den  nicht  zu  entbehrenden ­
  und  ich  möchte  sagen  ein  Stück  Geschichte  der
Philosophie  enthaltenden  Artikel  vorweggenommene  Emendation.
  Wie  sicher  dieselbe  ist,  erkennt  Jedermann,  der  den  Zusammenhang ­
  aufmerksam  erwägt,  insbesondere  wenn  er  mit
unserer  Uebersetzung  die  Künsteleien  vergleicht,  mit  denen
sich  der  an  Unrechter  Stelle  —  a-o  in  aü-ou  —  ändernde
Panzerbieter,  Diogenes  Apolloniates  p.  60  sqq.,  abquält,  ohne
doch  dem  total  unmöglichen  e'Occ,  60OC,  das  aus  ONOOC  entstanden ­
  ist,  einen  halbwegs  erträglichen  Sinn  zu  entlocken.
Dass  aber  Schleiermacher’s  Zweifel  an  der  Abhängigkeit  des
Diogenes  von  Anaxagoras  und  an  seinem  Eklekticismus  an
sich  haltlos  und  zum  Ueberfluss  durch  das  ausdrückliche  Zeugniss
  des  Theophrast  bei  Simplicius  —  ad  Phys.  fol.  6,  a  —
widerlegt  ist,  weiss  jeder  Kenner  dieser  Dinge.)
Desgleichen  schrieb  nun  auch  Kritias  ohne  Zweifel  (vielleicht ­
  in  directem  Hinblick  auf  die  soeben  angeführten  Worte
seines  Zeitgenossen):  ib  yäp  tppovoüv  J  eveoti  (rorm),  wobei  der
Ausfall  des  letzten  Wortes  sich  von  selbst  erklärt:  ,denn  der
Weltgeist  ist  in  Allem*.  Auch  Heraklit,  dem  das  Feuer  jedenfalls ­
  als  <pp6vtp,ov  und  die  ,Luft  mit  ihren  feurigen  Phänomenen*
als  <ppsvr)ps<;  galt  (vgl.  Hippol.  IX,  10  —  p.  448,  25  Dunck.  u.
Schneidew.,  Sext.  Emp.  218,  20  Bekk.  —•  Bernays  Rh.  Mus.
IX,  260,  und  Paul  Schuster’s  ,Heraklit*  in  Acta  soc.  phil.
Lips.  III,  186),  hat  seine  Welt-Intelligenz  oder  ihren  stofflichen
Träger  höchst  wahrscheinlich  nicht  nur  yvoVv)  sondern  gelegentlich ­
  auch  i'o  tppovoüv  genannt,  nach  Plut.  de  Is.  et  Osir.  c.  76,
p.  382  C  (I,  466—67  Dübner):  -r\  bk  £öca  xa't  ßXsTOuca
tfoo'.q  dp-uoTi  (Bernays’  Besserung  statt  dXXu?  ts)  sowaxsv  äicoppovjv
xat  p.oipav  ex  tou  (ppovoovTO?  07tü)?  xußEpvaxai  io  aupneav  xaO’
'llpdx/vEiTov.  Denn  dass  Plutarch  jenes  participiale  Abstractom
auch  dann  anzuwenden  liebt,  wenn  er  Tn  eigenem  Namen  redet,
dies  spricht  bei  Lichte  besehen  eher  dagegen  als  dafür,  dass
er  den  Ausdruck  auch  hier  aus  eigenen  Mitteln  hinzuthut.
Denn  bei  ihm  und  anderen  späteren  Schriftstellern  bedeutet
            
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