Beiträge zur Kritik und Erklärung griechischer Schriftsteller.
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lenkt zu sein und er Alles zu beherrschen. Denn eben daher
scheint mir der 1, (von Anaxagoras so genannte) ,Noo; zu stammen
und* (mittelst dieses seines Trägers) ,überall hin zu dringen
und Alles zu ordnen und in Allem zu sein*. (Hierin ist 6 voo?
meine, von Mullach — Frg. 6 — bis auf den nicht zu entbehrenden
und ich möchte sagen ein Stück Geschichte der
Philosophie enthaltenden Artikel vorweggenommene Emendation.
Wie sicher dieselbe ist, erkennt Jedermann, der den Zusammenhang
aufmerksam erwägt, insbesondere wenn er mit
unserer Uebersetzung die Künsteleien vergleicht, mit denen
sich der an Unrechter Stelle — a-o in aü-ou — ändernde
Panzerbieter, Diogenes Apolloniates p. 60 sqq., abquält, ohne
doch dem total unmöglichen e'Occ, 60OC, das aus ONOOC entstanden
ist, einen halbwegs erträglichen Sinn zu entlocken.
Dass aber Schleiermacher’s Zweifel an der Abhängigkeit des
Diogenes von Anaxagoras und an seinem Eklekticismus an
sich haltlos und zum Ueberfluss durch das ausdrückliche Zeugniss
des Theophrast bei Simplicius — ad Phys. fol. 6, a —
widerlegt ist, weiss jeder Kenner dieser Dinge.)
Desgleichen schrieb nun auch Kritias ohne Zweifel (vielleicht
in directem Hinblick auf die soeben angeführten Worte
seines Zeitgenossen): ib yäp tppovoüv J eveoti (rorm), wobei der
Ausfall des letzten Wortes sich von selbst erklärt: ,denn der
Weltgeist ist in Allem*. Auch Heraklit, dem das Feuer jedenfalls
als <pp6vtp,ov und die ,Luft mit ihren feurigen Phänomenen*
als <ppsvr)ps<; galt (vgl. Hippol. IX, 10 — p. 448, 25 Dunck. u.
Schneidew., Sext. Emp. 218, 20 Bekk. —• Bernays Rh. Mus.
IX, 260, und Paul Schuster’s ,Heraklit* in Acta soc. phil.
Lips. III, 186), hat seine Welt-Intelligenz oder ihren stofflichen
Träger höchst wahrscheinlich nicht nur yvoVv) sondern gelegentlich
auch i'o tppovoüv genannt, nach Plut. de Is. et Osir. c. 76,
p. 382 C (I, 466—67 Dübner): -r\ bk £öca xa't ßXsTOuca
tfoo'.q dp-uoTi (Bernays’ Besserung statt dXXu? ts) sowaxsv äicoppovjv
xat p.oipav ex tou (ppovoovTO? 07tü)? xußEpvaxai io aupneav xaO’
'llpdx/vEiTov. Denn dass Plutarch jenes participiale Abstractom
auch dann anzuwenden liebt, wenn er Tn eigenem Namen redet,
dies spricht bei Lichte besehen eher dagegen als dafür, dass
er den Ausdruck auch hier aus eigenen Mitteln hinzuthut.
Denn bei ihm und anderen späteren Schriftstellern bedeutet