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G o m p e r z.
sein, der Kreon soeben ermähnt haben wird, seine Allernächsten,
die zugleich die festesten Stützen seines Thrones
sind, nicht durch Härte und Grausamkeit von sich zu stossen?
Das nothwendig und anerkannt falsche Lemma ’HXewcpa wäre
dann aus einer Verwechslung dieser mit der verwandten Gestalt
der Antigone zu erklären.
14. Ion Frg. 27 (p. 571 Nauck).
Der bis vor kurzem unvollständige Vers hat jüngst seine
Ergänzung gefunden durch Emanuel Miller’s Entdeckung und
Verwerthung der Florentiner Hs. des Etymol. magnum. (Melanges
de litterature grecque, Paris 1868, p. 244):
(sxeicaq, äXXa) tu Ol IIgoctmXou poac.
Man füge noch einen Buchstaben hinzu, der hinter einem
fast völlig gleichen sehr leicht ausfallen konnte — C hinter
dem ersten G ■— und statt des widersinnigen: ,Du hast mich
überzeugt, aber trinke u. s. w.‘ tritt, ich möchte sagen, eine
ganze Scene vor unser Auge, wie sie in jenem Satyrspiele
(’0|j.!BaXY) <j«Tupr/.r ( ) gar wohl an ihrem Platze war. Omphale will
augenscheinlich verhüten, dass der ewig hungernde und durstende
Herakles seiner Trinklust masslos fröhne; zu diesem Behufe
scheint sie ihm das edle Nass anfänglich ganz und gar versagt,
vielleicht sogar es vor seinen Nachstellungen geborgen
zu haben (Frg. 26 ctvcc oüx. i'vi | ev xw owS^ei.). Doch dieser hüllt
sein weltliches Gelüste unter den Deckmantel religiöser Scrupel;
zum Zweck der Libation zum mindesten müsse Wein herbeigeschafft
werden, — und dass derselbe dann nicht wieder verschwinde,
dafür gedenkt er wohl selbst zu sorgen. Doch kaum
ist der lieben Pflicht genügt — und wir können uns die Züge,
die der Heros dabei thut, kaum tief und herzhaft genug denken
— so nimmt die Lydierin mit echt weiblicher Hartnäckigkeit
die Rolle des Mässigkeitsapostels wieder auf, indem sie spricht:
sxTisicra?, aXXa xtGi Ilay.xwXou poa?.
,Nun hast du gespendet, zum Trinken aber möge dir Wasser genügen.“
Die kleine Besserung ward schon von Nauck, dem ich
sie gelegentlich mitgetheilt hatte, in der Praefatio zu den