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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 79. Band, (Jahrgang 1875)

Beiträge  zur  Kritik  und  Erklärung  griechischer  Schriftsteller.

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(SstXß  ist  in  beiden  Parisini,  wie  es  scheint,  durch  oeiXöv,  dvSpo?
im  Par.  B.  und  wohl  auch  im  Cod.  Mendozae  durch  avepoq,
afo'/pä'/  endlich  im  letzteren  durch  aw/pov  ersetzt.)
Valckenaer’s  Besserungsversuch  (Diatribe  p.  216,  C):
avspa  oe  cf  sivat  cer)?;  avspop  ok  ä'ljiov
bedarf  heutzutage  keines  Wortes  der  Widerlegung,  da  er  einen
metrischen  Fehler  (den  Trochäus  avopcc)  nur  durch  einen  anderen
(den  Daktylus  dvepo?  im  fünften  Fusse)  ersetzt  und  überdies
Formen  (avspa  und  ävspop)  einführt,  die  nicht  nur  dem  jambischen ­
  Trimeter  sondern  sogar  den  anapästischen  und  trochaischen
  Versmassen  der  Tragiker  fremd  sind  (Nauck,  Observatt.
p.  50).  Düntzer’s  arger  metrischer  Verstoss:  —  oüy.  dljtov  csOsv,
(Philolog.  V,  190)  sei  nur  der  Vollständigkeit  halber  erwähnt.
Nauck  endlich  hat  am  angeführten  Ort  zu  schreiben  vorgeschlagen ­
  :
avvjp  3’  op  sivat  tpvjat'v,  avSp’  obv.  dljiov
SstXov  y.exXvjaOat  xat  voastv  aia/pav  voaov.
Ich  vermag  diesen  von  seinem  Urheber  bis  heute  aufrecht ­
  erhaltenen,  von  Meineke  halb  und  von  Dindorf  ganz
gebilligten  Versuch  nicht  für  einen  glücklichen  zu  halten.
Geradezu  anstössig  erscheint  mir  darin  d'vop’:  denn  welcher
Dichter  oder  Prosaiker  wird,  .wenn  er  den  Gedanken  ausdrücken
  will:  ,Wer  ein  Mann  zu  sein  behauptet,  dem  ziemt  es
nicht,  feige  zu  heissen'  u.  s.  w.,  statt  dessen  sagen:  —  ,dem
ziemt  es  nicht,  ein  feiger  Mann  zu  heissen'.  Feige  und  Mann
—  dies  sind  ja  zwei  Worte,  qui  hurlent  d’effroi  de  se  voir
aecouples!  Ich  weiss  wohl,  dass  eine  derartige,  nicht  durchweg
naive,  Verderbniss  sich  kaum  mit  unbedingter  Sicherheit  heilen
lässt;  doch  dürfte  unser  Restitutionsversuch  schwerlich  durch
einen  zugleich  sinngemässeren  und  minder  gewaltsamen  verdrängt ­
  werden.  Es  liiess  nämlich,  wie  ich  denke:
avvjp  88’  sivat'  tpvjctv  avSpbp  apiov,
SeiXoü  y.E'/.AvjoOat  y.at  voaetv  ato/pdv  vocrov;
So  mochte  wohl  Ino  in  Athamas  dringen,  der  ,den  Sohn
zu  opfern  sich  weigert'  (Welcher,  Gr.  Trag.  II,  613).  Man  vgl.
beispielsweise  Soph.  Antig.  740:  oo’,  ojc  sotxs,  tv;  yiwaixi  aup.jjta/s't.
Die  Ursachen  der  Verderbniss  waren,  falls  ich  recht  sehe,  das
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