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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 79. Band, (Jahrgang 1875)

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G  o  m  p  e  r  z,

—  die  Bestie  inmitten  des  Putzgeräthes  eines  üppigen  Boudoirs ­
  !  —  zu  schweigen  gleichwie  von  der  nicht  geringen  Zahl
sprachlich  oder  metrisch  unmöglicher  Vorschläge  (Yioiwaövfc
Grotius,  vyjtojty)?  Salmasius,  i/puct  o’  sp.xäpuy.ev  ^ßvjTyjs  oos  Pierson,
sv  xok  o’  iyp'jc.  tcsuzsv  ■fjßrj'rijs  oos  Luzac  u.  Boissonade),  so  fehlt
auch  allen  übrigen,  in  wechselnden  Verhältnissen,  innere  Wahrscheinlichkeit ­
  und  äussere  Probabilität,  —  hat  doch  in  Wahrheit ­
  kaum  einer  derselben  auch  nur  seinen  Urheber  dauernd
befriedigt.  Und  dies  Urtheil  trifft  nicht  nur  Gaisford’s  zugleich
gewaltsames  und  erschreckend  nüchternes:  sv  toi?  §’  s/ouat
/pr {  Eg.TCEffiu^’  ooe,  Musgrave’s  und  Heath’s  wunderliches
äp.ßa-cv]?  und  vjysxi\q,  Valckenaer’s  längst  widerlegtes  sv  toi;
8’  l'/oua’  i<fi)ßoq  sp.xso'j/’  ooe  und  Wagner’s  sinnwidriges  vjcu  xaT;,  —
sondern  nicht  minder  (denk’  ich)  des  Letzten  eventuellen,  kürzlich ­
  von  Kock  wieder  vorgebrachten  Vorschlag:  e-yxpaT/fe  und  Plorwerden’s
  v;0a;  sp.xsou/’  ooe  1  Denn  um  kurz  zu  sein:  die  Worte  ev
toT;  8’sjrouaiv  —  xesu/’  bedürfen  zum  mindesten  durchaus  keiner
näheren  Bestimmung,  wohl  aber  würden  wir  das  kähle  ooe  gern
mit  einem  Prädicat  bekleidet  sehen,  das  zugleich  die  Vorliebe
des  Eros  für  die  Reichen  motivirt  und  wo  möglich  das  köstliche ­
  Bruchstück  in  ein  anmuthiges  Bild  wie  in  seine  Spitze
auslaufen  lässt.  In  ersterem  Betracht  scheint  mir  die  Paraphrase
des  Hugo  Grotius:  ,delicatus  ille  non  vult  nisi  cum  divitibus
morarp  ganz  und  gar  das  Richtige  zu  treffen.  Finden  wir  nun
für  diesen  Begriff  einen  malerischen  Ausdruck,  der  zu  dem
Kreis  von  Anschauungen  stimmt,  in  dem  diese  Verse  sich
bewegen,  —  ist  derselbe  überdies  als  ein  seltenes  und  poetisches
Wort  der  Verderbniss  in  höherem  Masse  ausgesetzt  und.  gestattet ­
  endlich  auch  die  besondere  Art  der  Verderbniss  eine
leichte  Erklärung,  dann  werden  wir  an  der  Richtigkeit  des
Gefundenen  kaum  länger  zweifeln  dürfen.  Darum  schreibe  ich:
ev  xoic  o’  s/cüäW  aßpoßaiY)?  xe<poy’  ooe.
Die  griechische  Sprache  und  Poesie  liebt  es,  einen  Zärtling ­
  oder  Weichling  als  ,weichschreitend'  oder  ,weichfüssig‘  zu
bezeichnen.  Vgl.  Aeschyl.  Pers.  1072  yoäaO’  aßpoßäxai  (von
1  Noch  ward  (vgl.  Philol.  V,  188)  vermutliet:  Ipracpu'/.’  rjßwv  ael,  desgleichen
j)0eo5,  endlich  (von  Düntzer)  OTOTOTrjs  und  raißtxTr);,  ,i.  e.  rector 1 !
            
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