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(Io in p erz.
10. Euripides Frg. 254.
Dieses von der Conjecturalkritik mit Vorliebe behandelte
Bruchstück der Tragödie Archelaos bedarf, meines Erachtens,
keinerlei gewaltsamer, ja genau gesprochen überhaupt keiner
Aenderung. Denn als solche kann es nicht gelten, wenn wir
das vom Schreiber der Handschrift (des Antholognomicum
Orionis 111, 1) selbst durch darunter gesetzte Punkte als fehler-’haft
bezeichnete si (wie sclion Meineke wollte) zu =y. mehr ergänzen
als verändern, wenn wir ferner aus vägoi ,Gesetze' durch
Verrückung des Accentes vojj.o! ,Weiden' gewinnen und endlich
den lückenhaften zweiten Vers durch das Wort ßpüet am
Schlüsse vervollständigen:
£•/. xüv oaat'wv fap vogoi x’ aü^jij.axa
p-cvaXa (pspouat, Txavxa 8’ dvOpOxot? (ßpuet) 1
xdo’ scrxt 5(p-(jp.ax’, •!jv xic EÜaEßr, Oesv.
/Nicht Regen und Sonnenschein, nein gerechte Thaten
sind es, die das Weideland befruchten und ihm reichen Ertrag
entlocken, ja die da bewirken, dass den Menschen Alles, dessen
sie bedürfen, in reicher Fülle zu Theil wird. Gottesverehrung
ist Reichthum!' So ungefähr können wir den Gedanken des
Dichters umschreiben, der mit der epigrammatisch zugespitzten
Schlusswendung Bacon’s modern - positivistischem Worte:
,Knowledge is power' in echt antik-religiöser Weise gleichsam
entgegnet hat: ,Piety is wealth!'
Man vergleiche, wenn es dessen bedarf: Odyss. x, 109—14,
Hesiod. iv.f,. 228—35, und Plato Rep. II, 363 B—C (wo die
Worte: xoi? oaioiq a cpacu Osou? otSivai .... 6 p.ev zaq opu? xol?
S'.y.ai'on; y.xs. zeigen, wie nahe die Begriffe der oaiöxY)<; oder eöcjsßsta
und der äizaiocuvr; im antiken Geiste bei einander wohnten
und wie grundlos Meineke’s Annahme einer Lücke vor V. 3
ist, in der von der Eucsßeia die Rede gewesen sein soll, Stob.
Flor. Vol. IV, XL1V); ferner Herodot. III, 65 (fin.), VI, 139;
Sophocl. Oed. R. 25—27 und Nauck zur Stelle (insbesondere
Philostr. Vit. Apoll. 3, 20 ... . -/.ai zäq ayilaq txovy)pwq sßocry.£
[rj Ob aber Euripides mit dem Wort au^vjgaxa das Wachsthum
der die Heerden nährenden Gräser und Kräuter oder jener
selbst bezeichnen wollte, wage ich nicht zu entscheiden. Er
stellt das Gedeihen der Heerden voran — denn ,IIeerdenreich-