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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 79. Band, (Jahrgang 1875)

Beiträge  zur  Kritik  und  Erklärung  griechischer  Schriftsteller.

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Verse  wieder  aufzugeben.  Denn  die  Partikel  bedarf  in  diesem
Zusammenhang  nothwendig  der  Anlehnung  an  ein  vorangehendes
Particip.  (In  der  That  verzichtet  Nauck  jetzt  auf  die  Herstellung ­
  des  zweiten  Verses,  indem  er  schreibt:  ,E ; .sey.xV;<jaxo  vitiosum,
emendatio  incerta',  während  er  in  den  Trag.  gr.  fragm.  [1856.]
elx’  htvfyscp?  vorschlug,  den  ersten  Vers  mit  seinem  £»jtü>v  hingegen
noch  unangefochten  liess.)  Man  vergleiche  übrigens,  um  zu
erkennen,  wie  sehr  hier  eixa  am  Platze  ist,  z.  B.  Frg.  435,  1:
auTÖg  v.  vuv  Spfito  sixa  Sai'p.ovaq  xäXet,  Frg.  532,  2:  %v.q  tcovrjpä  xapy’
e/ojP  e?x’  eu  Xiyeti,  oder  (worauf  schon  Herwerden,  Exerc.  crit.
p.  38,  hinwies)  Frg.  421:
|j.YjS’  (bq  y.ay.b?  '/auy.Xr^oq  eü  zpä^ac  toxs
£/)xwv  xa  7cXstov’  eixa  xdvx’  axiMftev.
Der  unvergleichliche  Cobet  endlich  hat  diesem  Bruchstück
gegenüber  mehr  diagnostischen  Scharfblick  als  therapeutisches
Geschick  bewährt.  Er  hat  die  Corruptelen  zuerst  klar  erkannt ­
  und  überzeugend  erwiesen,  allein  während  er  in  Betreff
des  ersten  Verses  keinen  Bath  weiss  (,in  priore  senario  quid
lateat  nesckü  Mnemos.  N.  S.  II,  100  [1874]),  empfiehlt  er
für  den  zweiten  von  neuem  ein  Heilmittel:  ei)So|Gv  exnjaax’
statt  sozXeiav  siaey.xvfcax’,  welches  schon  bei  seinem  ersten  Auftreten ­
  (Mnemos.  IX,  119)  Cobet’s  obengenannter  Schüler
(a.  a.  0.)  mit  Gründen  zurückgewiesen  hat,  denen  etwas  hinzuzufügen ­
  weder  nöthig  noch  möglich  scheint.  Denn  was  lässt
sich  gegen  die  Annahme,  ein  lückenhaftes  €Y  ....  GKTIICAT,
das  wir  zu  euBoijGv  ey.rjcrax’  zu  ergänzen  haben,  sei  von  einem
,Graeculus  stulte‘  zu  eöxXeiav  eicestxijaax’  ergänzt  worden,  wohl
Treffenderes  bemerken  als  was  Herwerden  bereits  vor  zwölf
Jahren  bemerkt  hat:  es  sei  doch  allzu  gewagt,  einem  und
demselben  Menschen  die  Unkunde  zuzuschreiben,  die  sich
in  der  Bildung  jenes  eiffzxvjuaaöai  verräth,  ,et  simul  satis  acuminis,
  ut  vocabulum  quod  a  sententia  requiratur  ex  ingenio
possit  supplere  idque  tale,  quäle  est  euy./.eta,  poeticum  et  prorsus
  Euripideum',  wobei  Herwerden  auf  die  Fragmente  147,
239,  242,  477  verweist  (und  ebenso  auf  219,  660,  849,  Androm.
321,  800;  Here.  F.  1335,  1370;  Suppl.  315,  1015;  Hipp.  1299;
Med.  415;  Orest.  30  hätte  verweisen  können).
            
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