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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 79. Band, (Jahrgang 1875)

UGber  einige  Gegenstände  des  Taoglaubens.

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Die  besonderen  Ueberlieferungen  von  Tung-fang-sö:
Kaiser  Hiao-wu  liebte  die  Männer  der  Heilmittel  und
ehrte  die  Götter  und  Geister.  Er  liess  Menschen  mit  grosser
Anstrengung  die  göttlichen  Unsterblichen  und  das  Arzneimittel
der  Unsterblichkeit  suchen.  Anfänglich  wurde  nichts  gefunden.
Die  Arzneimänner  der  Welt  kamen  von  allen  vier  Gegenden
gleich  Bienen,  es  liess  sich  nicht  in  Worte  fassen.  Tung-fangsö
  sah,  dass  die  Männer  der  Heilmittel  mit  leeren  Worten
Ehre  und  Ruhm  suchten.  Er  sagte  sofort,  er  steige  in  den
Himmel  und  wolle  es  bekannt  geben.  Mit  Worten  sagte  er:
Die  göttlichen  Arzneimittel,  welche  der  Kaiser  nehmen  lässt,
sind  lauter  Arzneimittel  zwischen  Himmel  und  Erde.  Sie  können ­
  den  Menschen  nicht  unsterblich  machen.  Bloss  die  Arzneimittel ­
  in  dem  Himmel  können  den  Menschen  unsterblich
machen.  —  Der  Kaiser  sprach:  Wie  kann  aber  der  Himmel
erstiegen  werden?  —  So  erwiederte:  Ich  kann  den  Himmel
ersteigen.  —  Der  Kaiser  erkannte,  dass  Jener  in  seinen  Worten ­
  Betrug  und  Lüge  auf  das  Aeusserste  treibe.  Er  hiess  sofort
So  den  Himmel  ersteigen  und  das  Arzneimittel  der  Unsterblichkeit ­
  nehmen.  Sö  hatte  sich  bereits  verabschiedet  und  war
bei  dem  Thore  der  Vorhalle  herausgetreten,  als  er  wieder
zurückkehrte  und  sagte:  Wenn  ich  jetzt  den  Himmel  ersteige,
so  werde  ich  als  ein  Lügner  und  Betrüger  erscheinen.  Ich
möchte  einen  Menschen  erlangen,  der  mir  zur  Beglaubigung
dient  und  es  bestätigt.  —  Der  Kaiser  schickte  einen  Mann
der  Heilmittel,  der  mit  Sö  fortzog.  Binnen  dreissig  Tagen
sollten  sie  zurückkehren.  Sö  mit  seinem  Begleiter  hatte  Abschied ­
  genommen  und  die  Reise  angetreten.  Er  begab  sich  die
Zeit  hindurch  zu  den  Lehensfürsten,  trank  bei  diesen  fortgesetzt ­
  und  verweilte  hier  und  dort  zehn  Tage.  Die  Frist  war
auch  nahezu  verstrichen  und  er  war  nicht  gesonnen,  den  Himmel ­
  zu  ersteigen.  Der  Mann  der  Heilmittel  sagte  zu  ihm:  Die
Frist  ist  nahezu  verstrichen.  Wir  trinken  einen  Tag  um  den
anderen  Wein;  was  ist  zu  thun?  —  Sö  sprach:  Die  Sachen
der  Götter  und  Geister  lassen  sich  unmöglich  im  Voraus
sagen.  Es  wird  ein  Gott  kommen,  der  mich  abholen  wird.  —
Hieraul  war  der  Mann  der  Heilmittel  einmal  am  Tage  eingeschlafen. ­
  Nach  längerer  Zeit  weckte  ihn  Sö  hastig  auf  und
sagte:  Ich  habe  dich  äusserst  lange  gerufen,  doch  du  hast  mir
            
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