Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 79. Band, (Jahrgang 1875)

148

Roclci  nger.

V.
Hat  sich  bereits  aus  den  Noten  zu  111  ein  Einblick  in
die  Textesgestaltung  ergeben,  so  ist  dieser  doch  keineswegs ­
  hinreichend  für  die  Gesammtwürdigung.  Die  Abweichungen
gegenüber  L  sind  nämlich  theilweise  so  bedeutend,  dass
blos  mit  einer  grösseren  oder  geringeren  Zahl  von  solchen  für
den  Hauptzweck  nicht  vielgewonnen  ist,  während  auf  der
anderen  Seite  die  Mittheilung  der  Stellen,  welche  ich  hiefür
  als  erforderlich  erachte,  den  Umfang  dieses  Berichtes
unverhältnissmässig  anschwellen  würde.  Ich  werde  daher  diesen
Gegenstand  besser  dem  alsbald  nachfolgenden  Berichte
Vorbehalten  dürfen.

VI.
Was  übrigens  gerade  die  Frage  nach  der  Gestalt  des
Textes  anlangt,  kann  ich  wohl  doch  hier  bereits  bemerken,
dass  sich  gegenüber  den  bekannteren  Formen  desselben  Abweichungen ­
  heraussteilen,  welche  theilweise  der  Gruppe  eigenthümlich
  sind  von  welcher  die  Rede  ist,  theilweise  aber  auch
lediglich  eine  Besonderheit  der  drei  Handschriften  bilden,
von  welchen  genauer  gehandelt  wird,  wie  beziehungsweise  noch
jener  welche  hiemit  in  näherem  oder  entfernterem  Zusammenhänge ­
  stehen.  Einige  Beispiele  in  diesem  Bezüge  mögen  hier
noch  eine  Stelle  finden.
Erhielt  nach  L  lb  insgemein  Moses  auf  dem  Berge  Sinai
ausser  den  zehn  Geboten  von  Gott  noch  weiter  für  den  Fall
Bediirfens  613  Gesetze,  so  nach  unserer  Gruppe  nur  sechshundert ­
  und  fünf.
Bei  der  Erwähnung  der  sieben  Weltalter  nach  den  Origines ­
  Isidors,  hier  wie  auch  sonst  dem  Origenes  zugeschrieben,
welcher  hier  noch  näher  als  der  weise  Meister  aus  Griechenland ­
  vorgeführt  wird,  ist  der  Anfang  der  siebenten  Welt
mit  Kaiser  Heinrichs  Zeiten  bezeichnet.
Als  Fallzeit  für  den  Lämmerzehent  erscheint  im
Art.  250  anstatt  des  Walburgtages  der  Philippstag,  während
weiter  die  Erwähnung  des  Margarethentages  ganz  und  gar  fehlt.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.