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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 79. Band, (Jahrgang 1875)

Berichte  über  Handschriften  des  sog.  Schwabenspiegels.

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L  I  II  III
93  j  101 1  ^  95'
94  I  102 2  /  96 2
95  103 3  97 3

L
96

I  II

III

(  104 4  f  98 4
I  105  *  99
97a  106 5  100 5
97b  107 6  101®

Gegenüber  L  93:  Ez  enmach  dehain  riehter  eliehev  dinch  gebieten  an
seine  gebiitele  die  daz  taidinch  ze  reclit  gebieten  svlen.  da  sol  man  den
gebutel  vmb  vragen  der  vrtail  also  (III  fragen  allso),  ob  er  daz  taidinch
also  geboten  liab  als  relit  sei.  der  gepdtel  sol  (III  man  sol)  auch  vragen,
ob  er  mit  rechte  verbieten  schalle  vber  bracht  vnd  vber  alle  (III  vnd
alle)  vnzücht.  —  zv  der  'zeit  ob  (III  daz)  er  im  wo  teil  (III  betten)  svlc.
haizent  die  iaien  terce  (II  terc.z)  zeit.  —  der  sol  dem  riehter  menichlichen
  (II  nemlichen)  chlagen  mit  den  vorsprechen  alles  daz  in  (II  im)
werre.  In  III  lautet  diese  Stelle  so:  der  wirt  wetthaft,  darnach  sol  dann
menigklich  mit  vorsprechen  klagen  vnd  antworten.  —  des  Schadens  sicher
waiz  der  im  da  von  chumftieh  ist.  —  er  mflz  den  schaden  dolen,  wozu
11  noch  setzt:  ob  er  im  selb  sein  schaden  spricht,  hat  auer  er  (111  hat
er  aber  ainen)  vorsprechen,  vnd  missesprichet  der,  des  mach  er  sich  wol
erdolen  (II  und  III  erholen)  mit.  —  vnd  also  er  den  vorsprechen  genimt,
den  mtiz  er  (111  so  .der  man  ainen  vorsprechen  gewynnt,  so  sol  jn  der
riehter  fragen,  ob  er  an  seins  vorspreeheii  wort  wolle  dingen,  vnd  spricht
er  ja,  so  nnisz  er  jn)  stete  haben,  des  (III  was  der  vorsprech  spricht
das)  ist  etswa  nich  gewonhait  vmb  stete  ze  haben,  der  vorsprech  sol  dem
manne  vz  dingen  sprach  vnd  tag  vnd  wandel.  (dieser  Satz  fehlt  in  III).
man  sol  dem  vorspreehen  nicht  offenliehe  (III  offennbar)  sagen,  wan  zv
raunen  swaz  man  im  sagen  wil.  gert  (III  begert)  auer  der  vorspreche  einer
sprach,  die  sol  im  der  riehter  erlauben,  vnd  wellent  si  ze  lange  sprechen,
der  gebutel  (III  püttel)  sol  seu  für  gerichte  rufen  vnd  gebieten  (II  vodern),
  womit  Artikel  101  beziehungsweise  95  sehliesst.
Gegenüber  L  93  :  wan  vber  sein  hausvrowen  vnd  vber  seinev  chint  vnd
vber  seine  mage  (III  vnd  seinen  verchmage)  vnd  vber  (III  wider)  seinen
herren  vnd  vber  sein  (III  vnd  seinen)  man  vnd  vber  sein  toten,  ob  in
div  ehlag  an  den  leip  get  vnd  (III  oder)  vber  ir  ere  daz  man  si  von  ir
(III  der)  christenhait  entsagen  wil.
Gegenüber  L  94:  swaz  er  missesprichet,  des  hat  er  nicht  schaden
des  wort  er  da  spriehet.
Der  Wortlaut  dieses  Artikels  folgt  im  Berichte  VI  vollständig.
Gegenüber  L  90:  Swer  clilage  schuldich  wirt  vor  geriebt,  oder  der  da
ehlagt,  da  svlen  si  baide  pdrgel  [vmb  setzen],  ob  si  nicht  gutes  in.
Gegenüber  L  97a:  schulde  ist,  da  nach  sol  er  büzen.
Gegenüber  L  97b:  clilage  da  get,  (wozu  III  noch  fügt:  vnd  sol  die  klag
für  lassen  körnen  ee  das  man  jenem  kainen  vorsprech  geb).  der  riehter
sol  auch  vmb  ein  ieslich  saclie  vragen  gemain  die  leute  (111  sol  vmb  ein
yegkliche  sach  gemain  leut  fragen),  daz  maine  wir  also  ,  daz  er  nicht
            
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