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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 78. Band, (Jahrgang 1874)

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Pfizmaier.

Die  oben  citirten  Worte:  ,Misiro  musste  ihn  als  Abgeordneter ­
  (Spion)  begleiten;  er  wurde  dem  mongolischen  Könige
vorgestellt,  von  ihm  gastfreundlich  aufgenommen  und  hierauf
wieder  zurück  gesandt*  stimmen  zwar  mit  denjenigen  des  Nippon
wö-dai  itsi-ran,  dem  sie  entlehnt  sind,  überein,  stehen  aber,
ebenso  wie  in  dem  genannten  Werke,  an  Unrechter  Stelle.  T6-dzi-ro
  und  Ja-dzi-ro,  die  zwei  gefangenen  Bewohner  von  Tsuku-si,
wurden  schon  im  Jahre  1269  zurückgeschickt.  Es  wird  ihrer  nur
noch  in  dem  oben  erwähnten  Schreiben  Kublai  Khan’s  gedacht.
Nachträglich  werde  hier  bemerkt,  dass  in  dem  Mö-zokki  bei
dem  in  dem  Namen  Ja-dzi-ro  g'esetzten  Zeichen  3»  ^  die
Aussprache  ja  angegeben  wird,  der  Name  somit,  dieser  Angabe
zufolge,  nicht  Misiro,  sondern  wirklich  Ja-dzi-ro  heisst.  Mi  ist
die  chinesische,  ija  oder  ja  die  japanische  Aussprache  dieses
Zeichens.  Es  scheint  übrigens,  dass  dieser  Irrthum  des  Nippon
wö-dai  itsi-ran  mit  der  folgenden,  in  dem  Mo-zokki  erzählten
Begebenheit  im  Zusammenhänge  steht.
Sechs  und  zwanzig  junge  Leute  von  Kiü-siü  fassten  den
Entschluss,  sich  in  das  Mongolenreich  zu  begeben  und  dieses
zum  Vortheile  ihres  eigenen  Landes  auszukundschaften.  Als
Tschao-liang-pi  im  Begriffe  war,  von  Ima-dzu  abzusegeln,  baten
sie  ihn  um  die  Erlaubniss,  ihn  auf  seinem  Schiffe  begleiten
und  mit  ihm  in  die  Hauptstadt  des  Mongolenreiches  ziehen  zu
dürfen.  Tschao-liang-pi,  in  der  Meinung,  den  Zoi'n  des  Mongolenkönigs ­
  beschwichtigen  zu  können,  wenn  er  Bewohner  von
Nippon  brächte,  willigte  mit  Freuden  ein.  In  der  Hauptstadt
angekommen,  befassten  sich  jene  Leute  mit  Ausspähung  und
baten  zuletzt,  dass  man  sie  dem  Mongolenkönige  vorstelle.
Kublai  Khan,  dem  sie  als  Abgesandte  bezeichnet  wurden,  war
sehr  verwundert.  Er  glaubte  nicht,  dass  Japan,  welches  seine
Schreiben  niemals  beantwortet  hatte,  jetzt  Gesandte  schicke.
Er  hielt  vielmehr  diese  Leute  für  ausgesandte  oder  aus  eigenem
Antriebe  handelnde  Kundschafter,  eine  Ansicht,  der  'alle  seine
Käthe  beistimmten.  Somit  verwehrte  er  ihnen  den  Eintritt  in
die  Königsfeste  und  schickte  sie  nach  einiger  Zeit  in  ihre
Heimatli  zurück.

[J.  1273.]  ,Der  mongolische  Abgeordnete  Tchao  Hang  pi
kommt  zum  zweitenmal  nach  Japan.  Er  wird  weder  vor  den
            
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