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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 78. Band, (Jahrgang 1874)

Darlegungen  aus  der  Geschichte  und  Geographie  Corea’s.

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sich  kommen,  hielt  ihnen  eine  längere  Anrede  und  schickte  sie,
nachdem  man  sie  reichlich  beschenkt  und  ihnen  ein  Schreiben
mitgegeben  hatte,  über  Corea  in  ihre  Heimath  zurück.
[J.  1271,  9.  M.]  ,Ein  mongolischer  Abgeordneter,  Tch’ao
liang  pi,  überbringt  von  Kaoli  aus  ein  Sendschreiben  nach
Iwatsu  in  Tsukusi.  Weder  von  Seiten  des  Mikado,  noch  des
Sjogun  wird  ein  Bescheid  darauf  ertheilt,  und  der  Bote  zieht
unverrichteter  Sache  ab.  Misiro  musste  ihn  als  Abgeordneter
(Spion)  begleiten;  er  wurde  dem  mongolischen  Könige  vorgestellt, ­
  von  ihm  gastfreundlich  aufgenommen  und  hierauf  wieder
zurück  gesandt/
Kublai  Khan  ernannte  jetzt  Tschao-liang-pl,  Beaufsichtigen
der  geheimen  Bücher,  zum  Gesandten  und  befahl  Coi'ea,  ihm
den  Weg  nach  Japan  zu  zeigen.  Dieser  Gesandte  erschien
im  neunten  Monate  des  Jahres  1271  in  Ima-dzu,  einem  Orte
des  Reiches  Tsiku-zen,  und  brachte  eine  mit  einer  eisernen
Kette  umwundene  Kiste  mit,  in  welcher  das  Schreiben  des
Mongolenherrschers  verwahrt  war.  Er  hatte  den  Auftrag,  sie
in  der  japanischen  Hauptstadt  unmittelbar  dem  Kaiser  zu  überreichen. ­
  Wenn  ihm  dieses  nicht  gelingt,  sollte  er  nach  lvamakura
  reisen  und  sie  dem  Heerführer  (Sio-gun)  einhändigen.
Gelänge  ihm  auch  dieses  nicht,  so  sollte  er  mit  dieser  Kiste
wieder  heimkehren.  Der  in  Da-zai-fu  die  Stelle  eines  Sa-jemon-zeö
  bekleidende  Kage-suke  meldete  es  nach  Kama-kura,
erhielt  jedoch  keine  Weisung.  Unterdessen  übergab  ihm  Tschaoliang-pl
  eine  versiegelte  Abschrift  des  mongolischen  Reichsbriefes. ­
  In  diesem  Schreiben  tlieilt  Kublai  Khan  dem  Kaiser
mit,  dass  die  Gesandten,  die  ei -  wegen  Schliessung  eines  Freundschaftsbundes ­
  geschickt  habe,  unverrichteter  Sache  zurückgekehrt ­
  seien.  Er  habe  auch  den  zwei  Gefangenen  aus  Tsuku-si
ein  Schreiben  mitgegeben,  auf  welches  ebenfalls  keine  Antwort
erfolgt  sei.  Er  vermuthet,  dass  die  in  Corea  ausgebrochene
Empörung  des  Ministers  Lin-yen  an  der  Verzögerung
Schuld  sei,  indem  das  Antwortschreiben  auf  dem  Wege  über
Corea  zurückgeblieben  sein  konnte.  Jetzt,  nachdem  Lin-yen
bewältigt  worden,  schicke  er  als  Gesandten  den  hohen  Würdenträger ­
  Tschao-liang-pl.  Das  Schreiben  schliesst  mit  Kriegsdrohung.
Kage-suke  wies  den  Gesandten  aus  eigenem  Antriebe  fort.
            
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