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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 78. Band, (Jahrgang 1874)

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Pfizmaier.

Die  Quellen,  aus  denen  Herr  Hoffmann  vorerst  seinen
Bericht  über  die  Mongolenangriffe  schöpfte,  sind  das  Nippon
wö-dai  itsi-ran,  die  Encyclopädie  Wa-kan  san-zai  dzft-e  und
einmal  das  chronologische  Werk  Wa-kan-nen-kei.  Von  diesen
Werken  besitzt  der  Verfasser  dieses  Aufsatzes  das  Wa-kan
san-zai  dzü-e  gar  nicht,  das  Nippon  wö-dai  itsi-ran  nur  in  der
von  Klaproth  veröffentlichten  unzuverlässigen  Uebersetzung.
Der  Bericht  stimmt  im  Ganzen  mit  dem  Inhalt  des  Werkes
H  jjjJj  =jl  Mo-zokki,  das  in  den  zwei  Abhandlungen  ,Zur
Geschichte  Japans  in  dem  Zeiträume  Bun-joi“  und  ,Die  Geschichte ­
  der  Mongolenangriffe  auf  Japan“  bearbeitet  ward,  überein. ­
  Aus  welchen  Quellen  Ma-sumi,  der  Verfasser  des  Mö-zokki,
die  grosse  Menge  von  Einzelnheiten,  Nachrichten  von  handelnden ­
  Personen,  von  der  Kampfweise  und  den  Sitten  der  Mongolen, ­
  nebstbei  eine  Reihe  von  Episoden  geschöpft  hat,  wird  in
der  Vorrede  des  Werkes  nicht  angegeben.  Es  heisst  daselbst
nur,  dass  die  Nachrichten  von  jenen  Ereignissen  in  dem  Munde
des  Volkes  fortleben.  Da  es  aber  um  die  Zeit  keine  eigentlichen ­
  Geschichtschreiber  gegeben  habe,  könne  man  deren  Bedeutung ­
  nicht  wissen.  Ma-sumi,  von  der  Sache  angeregt,  habe
daher  ein  Buch  geschrieben,  in  welchem  er  das  Falsche  verworfen, ­
  das  Wahre  angenommen  habe.  Die  Quellen  des  Mözokki
  sind  somit:  einige  Werke  über  allgemeine  Geschichte,
vielleicht  dieselben,  welche  Herr  Hoffmann  benützt  hat,  und
mündliche  Ueberlieferung.  Es  ist  jedoch  sehr  wahrscheinlich,
dass  auch  Localgeschichten  und  amtliche  oder  andere  Urkunden
zu  Grunde  gelegt  wurden.
Japans  Bezüge  leiten  die  Erzählung  der  Ereignisse  mit
folgenden  Worten  ein:
[J.  1268,  12.  M.]  ,Ein  mongolisches  Sendschreiben  langt
in  Dai  sai  fu  an.  Es  wird  nach  Kamakura  an  den  Sjögun
und  von  da  an  den  Mikado  geschickt.  Nach  einem  Beschlüsse
des  Staatsrathes  des  Siögun  ward  kein  Bescheid  darauf  ertheilt,
wiewohl  der  Mikado  einen  solchen  hatte  verfassen  lassen.“
Nach  dem  Mo-zokld  ward  Kublai  Khan  durch  einen
Coreaner  Namens  Tschao-I  zum  ersten  Male  auf  Japan ­
  aufmerksam  gemacht.  Er  schickte  im  Jahre  1266  zwei
Gesandte  an  den  König  von  Corea  mit  der  Aufforderung,  diese
            
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