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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 78. Band, (Jahrgang 1874)

Homerische  Studien.

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F  s  x  st  t  :  0  ]X  20
Fex:  P  II  66,  III  2;  I  III  59
Fepeu:  P  IV  142
Ft3:  P  V  78;  N  IV  43;  I  III  53
Ftökaoq:  0  IX  98;  P  IX  79,  XI  60;  I  I  16
Ft'coq:  N  X  86,  XI  41
Wir  sehen  also  93  mal  kurzen,  25  mal  (darunter  aus  Homer
geläufige  Wendungen  eu.oio,  eu  ewrtj,  exei  Ft3ov,  toi  Fepsw)  langen
Vocal  durch  Digamma  geschützt.  Neben  diesen  118  Stellen
finden  sich  nur  2,  wo  Digamma  Position  bildet:  I  V  42  scuoatje
toioutöv  Fexoc  (—--■-  wo  aber  die  Lesart  gar  nicht
sicher  steht,  und  0  IX  76  eq  ou  Ostiö?  Ftvvoq  (——-  —),
von  Ahrens  gleichfalls  durch  Conjectur  in  den  Text  gebracht;
so  dass  also  auch  für  Pindar  das  bei  den  Elegikern  erkannte
Gesetz  gelten  wird:  Digamma  hat  nur  mehr  die  Kraft,
Hiatus  zir  tilgen,  nicht  aber  durch  Position  zu  längen.
Wenn  also  der  labiale  Spirant  einmal  im  Griechischen  den
Lautwerth  eines  vollen  Consonanten  hatte,  so  zeigt  die  Homerische ­
  Sprache  den  ersten  Grad  seiner  Entkräftung,  indem  er
nur  in  der  Arsis,  in  der  Thesis  bei  einer  Wurzel  unter  besonders ­
  günstigen  Umständen  zu  längen  vermag.  Die  Sprache
der  Elegiker  und  Pindars  zeigt  uns  denselben  seinem  völligen
Verlöschen  nahe,  auf  derselben  Stufe  wie  z.  B.  anlautendes  f
im  Neuspanischen,  welches  sich  zu  einem  kaum  anders  als  bei
drohendem  Hiatus  bemerkbaren  Hauchlaut  verflüchtigt  hat,  während ­
  das  Altspanische  noch  den  ursprünglichen  Laut  bewahrt
(s.  Schleicher  Ling.  Unters.  II  167).
Nachdem  sich  somit  die  Wahrheit  der  einen  Hälfte  der
vielgeschmähten  Priscianstelle  an  Homer  bestens  bewährt,  werden
wir  die  andere  um  so  weniger  abzulehnen  geneigt  und  berechtigt
sein,  und  den  alten  Hermannschen  Gedanken,  dass  Digamma
der  Elision  nicht  im  Wege  stehe,  ohne  Beschränkung  acceptiren
müssen.  Auf  den  ersten  Blick  scheinen  mehrere  Formen  schlagend ­
  die  Vereinbarkeit  der  Elision  mit  Digamma  zu  beweisen,
nämlich  xapFstx&v  (Z  62,  li  121,  Z  337,  A  793,  0  404  neben
xizpdxT)  A  555),  xaucclqatq  Hesiod  "Epya  666.  693  (=  xa--Faqa'.c);
aüepuaav  A  459,  15  422,  ausp'jov  M  261,  aüspüovra  0  325  (für  av-Fspuaav
  av-Fspuov)  und  das  von  Ahrens  (Rh.  M.  II  178)  durch
            
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