Homerische Studien.
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sondern mit cF anlautete, das sich zu <7© z. B. w 411 uaxspa
atpov verdickt hat. So sicher hier ursprüngliches oF ist, so wird
man doch nicht sofort zugeben wollen, dass diese beiden Consonanten
noch in Homerischer Zeit gehört wurden; denn wir
müssten es sehr auffällig finden, dass sie in so überaus zahlreichen
Fällen wie 1'vOa oi, TÖcppa oi u. ä. doch nicht einmal
vernommen wurden, indem die Kürze überall erhalten bleibt,
und gelangten so zu drei Formen ©Fc. Fo’. oi, welche zu gebrauchen
im Belieben des Dichters gelegen. Unerklärt wäre
es auch — und wir dürfen dies dagegen Vorbringen, wenn wir
diesen Unterschied befriedigend erklären können — dass dieser
Doppelanlaut wohl in oi, nicht aber in den Formen des Possessivpronomens
hörbar geblieben sein sollte.
Ein eigenes Privilegium allerdings geniesst das Personalpronomen.
ln ihm scheint sich ein Hauch des Spiranten am
längsten erhalten zu haben. In der nachhomerischen Zeit ist
es bei den Elegikern, Jambographen und noch ausschliesslicher
bei Pindar dieses, welches die Rechte consonantischen Anlauts
ausübt. Ja selbst bei den Tragikern besitzt es noch einen
Schatten dieser Kraft (vergl. Hermann zu Aesch. Ag. p. 460).
Man darf aber hei dem mächtigen Einfluss der Homerischen
Dichtung auf die Technik der Spätem nicht zu viel darauf
geben. Die Häufigkeit der an oi im Homerischen Vers haftenden
Erscheinungen gilt mir als voller Erklärungsgrund für
die Frequenz der gleichen Erscheinung bei Spätem.
Vielmehr zeichnet noch eine andere, bisher übersehene
Eigentümlichkeit das Personalpronomen vor dem von demselben
Stamm gebildeten Possessivum und allen andern digammirten
Wörtern aus. Vor ihm steht regelmässig oü, nicht
oüx, und erscheint das v i<p., das fast überall vor digammirten
Wörtern sich einstellt, nur au einer Stelle <1> 567 xsv oi, also
oü sösv sgo! yipzuö'i A 114, oü oi ß 392, E 53, 2 141, 0 496,
P 153, T 124, V 349, X 219, a 262, 0 175, v 417, o 355;
TipöoOs e0£v E 56 = 80 Y 402 (so Apollon, de pron. 55 A);
•/.£ oi Z 281 (nur E Lips. zsv), I 157, l F 540 (•/.£'/ CDGfHL nach
La Roche zu E 4), / 258 (zsv nur (1IN V), o 174 (xev ELNQS,
;j,ev III), i 458 (für v.z haben za! E1V); E 4 oais oi (/wpic toü v
iv ttoaXoIc avtiYP“? 91 ? yspöptevov Eust. 514, 4); oü k U 214, I 155
z.i k. Hingegen finden wir beim Possessivum ©?: oü-/ w zy.-pl