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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 78. Band, (Jahrgang 1874)

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H  a  r  t  e  1.

Von  den  letzten  vier  abgesehen,  ergibt  sich  bei  den  angeführten ­
  Stämmen  und  Wörtern  folgendes  Gfesammtresultat:
(1.1)80  (1.11)158  (1.111)110  (1.1V)  109  (l.V)-io  (WI)io=  507
(k.I) M  (k.  II)i"  (k.  II])io8  (k.iv)«  (k.V)*s  (k.  Vl)2  =  359
(I—)*°  (II—)»»  (III-) 27  (IV_)»2  =  164
(I,) ut  (HO 170  (IHi) 205  (IV,) 1 "'-  (V,  ) 3ut '  —  1028
(I 2 ) 175  (II,)»«  (III,) 1 "  (IV,)*«  (V 2 )3üs  —  1296
Wir  sehen  also  in  3354  Fällen  Wirkungen  des  Digamma,
in  nicht  (in  Bekker’s  2.  Ausg.  sind  gegen  300  davon
geändert);  und  zwar  folgt  Digamma  Hiatus  tilgend  auf  eine
kurze  Sylbe  in  der  Thesis  2324  mal,  auf  eine  lange  Sylbe
in  der  Thesis  nur  164  mal,  in  der  Arsis  erhält  es  vocalische
oder  diphthongische  Ausgänge  lang  507  mal  und  längt  kurze
consonantisch  auslautende  durch  Position  359  mal.  Hingegen
lässt  Digamma  324  mal  Elision  zu,  längt  215  mal  consonantisch
auslautende  Sylben  nicht  durch  Position  und  gestattet  78  mal
die  Correption  langer,  in  der  Kegel  diphthongischer  (72  mal),
nur  selten  langvocalischer  Ausgänge  (6  mal:  r (  t:  313,  \  395;
vj  A  733,  3  682;  öi  X  284;  io  p  573).  Nun  wird  man  freilich,
von  der  jetzt  sehr  verbreiteten  Ueberzeugung  ausgehend,  dass
das  Digamma  in  Homerischer  Zeit  bereits  ein  halbtodter,  in
alten  Formeln  nur  noch  fortvegetirender,  bald  gesprochener,
bald  nicht  gesprochener  Laut  gewesen  sei,  die  Wucht  dieser
Ziffern  dadurch  zu  schwächen  suchen,  dass  man  Digamma  nur
dort  für  wirksam  d.  i.  gesprochen  hält,  wo  es  gilt,  einen  sogenannten ­
  schweren  Hiatus  aufzuheben,  einen  schwachen  Diphthong ­
  zu  kräftigen  oder  einer  lahmen  Arsis  unter  die  Arme  zu
greifen  u.  dgl.,  während  hingegen  an  Stellen,  wo  Hiatus  gestattet
ist,  z.  B.  in  der  trochäischen  und  bukolischen  Cäsur,  in  dem
Einschnitt  nach  dem  ersten  Fuss,  bei  der  Längung  der  meisten
langen  Vocale  und  Diphthonge  in  der  Arsis  u.  dgl.,  diese
Erscheinungen,  so  wie  wir  ihnen  vor  jedem  vocalischen  Anlaut
begegnen,  die  Intervention  eines  Digamma  nicht  erheischen.
Eine  solche  Meinung  halte  ich  für  unrichtig  und  glaube,  dass,
sobald  einmal  das  Digamma  eines  Wortes  in  gewichtigen  Symptomen ­
  des  Verses  als  wirksam  nachgewiesen  ist,  es  als  durchaus ­
  wirksam  zu  denken  sei;  die  Ansicht  wird,  wie  mir  scheint,
Jedermann  einleuchten  bei  der  vergleichenden  Betrachtung  einer
            
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