Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 78. Band, (Jahrgang 1874)

handschriftlichen  Ueberlieferung,  welche  Hertz  verzeichnet:  z<xt’
ap  rspysTO  Mw«  X(ys’.a.  tap  oder  yap  bieten  die  meisten  Handschriften, ­
  so  wie  to,  welches  auf  eine  Vörbalform  schliessen
liess.  Wie  es  sich  aber  auch  damit  verhalte,  dass  die  aeolischen
Dichter  Digamma  schrieben  und  demnach  sprachen,  ohne  dass
das  Metrum  etwas  von.  seiner  consonantischen  oder  vocalischen
Natur  verrieth,  muss  als  eine  wohlbezeugte  Thatsache  angesehen ­
  werden,  selbst  wenn  wir  uns  dieselbe  nicht  weiter  zu
erklären  vermöchten.
Was  vom  Digamma  bei  den  aeolischen  Dichtern  gilt,
werden  wir,  wenn  uns  nicht  prosodische  Tlftitsachen  anderer  Art
dies  zu  thun  verbieten  und  eine  abweichende  Ueberzeugung  aufdrängen, ­
  unbedenklich  auf  das  Digamma  bei  Homer  übertragen
dürfen.  Es  wird  hier  angezeigt  sein,  von  jenen  Wörtern  auszugehen, ­
  deren  Digamma  mit  Rücksicht  auf  evidente  etymologische ­
  Analyse,  Inschriften  und  Grammatikerzeugnisse,  sowie
wichtige  Indicien  des  Verses  als  unbestritten  angesehen  werden
darf,  und  die  verschiedenen  Wirkungen  desselben  in  ein  statistisches ­
  Tableau  zu  bringen.  Was  ich  hier  mittheile,  beruht  auf
Sammlungen,  die  zuerst  nach  Seber’s  Index  angelegt  und  dann  bei
sorgfältiger  Durchsicht  der  Gedichte  berichtigt  in  anderer  Form
veröffentlicht  werden  sollten.  Das  inzwischen  erschienene  Buch
von  Knös  überhob  mich  der  Mühe,  und  ich  konnte  von  der
musterhaften  Genauigkeit  desselben  profitiren,  so  wie  aus  Eigenem
dieselbe  erhöhen.  Das  was  ich  seit  langem  vermisse,  ein  handliches ­
  Verzeichniss,  welches  genau  und  leicht  lehrt,  wie  oft  bei
jedem  Worte  und  durch  welche  Indicien  sich  das  Digamma  verrathe
  und  wie  oft  nicht,  suchte  ich  herzustellen. 1  Es  gilt  für  diesen
Zweck,  eine  Reihe  leichtverständlicher  Abkürzungen  zu  schaffen.
Digamma  wirkt  auf  vorausgeh  endo,  in  der  Hebung  oder
Senkung  des  Verses  stehende  Sylben,  und  zwar:
1.  indem  es  in  der  Arsis  stehende  lange  Vocalc  oder
Diphthonge  lang  erhält,  wie  f ( v  v'c  toi  Fehnjoi.  Wir  wählen  dafür
das  Zeichen  (1.  I),  (1.  II).  (1.  III),  (1.  IV),  (1.  V),  (1.  VI),  um
1  Zur  Ergänzung  dieser  Tabelle,  zur  Berichtigung  und  Begründung  des  Einzelnen
  dürften  die  weiteren  Untersuchungen  noch  Gelegenheit  bieten,  sowie
sie  auch  den  Nutzen  dieser  Zusammenstellung  besser  zeigen  werden.  Hier
wollte  ich  nicht  durch  detaillirte  Rechtfertigung  der  mitgetheilten  Zahlen
die  Aufmerksamkeit  von  der  Hauptsache  ablenken.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.