handschriftlichen Ueberlieferung, welche Hertz verzeichnet: z<xt’
ap rspysTO Mw« X(ys’.a. tap oder yap bieten die meisten Handschriften,
so wie to, welches auf eine Vörbalform schliessen
liess. Wie es sich aber auch damit verhalte, dass die aeolischen
Dichter Digamma schrieben und demnach sprachen, ohne dass
das Metrum etwas von. seiner consonantischen oder vocalischen
Natur verrieth, muss als eine wohlbezeugte Thatsache angesehen
werden, selbst wenn wir uns dieselbe nicht weiter zu
erklären vermöchten.
Was vom Digamma bei den aeolischen Dichtern gilt,
werden wir, wenn uns nicht prosodische Tlftitsachen anderer Art
dies zu thun verbieten und eine abweichende Ueberzeugung aufdrängen,
unbedenklich auf das Digamma bei Homer übertragen
dürfen. Es wird hier angezeigt sein, von jenen Wörtern auszugehen,
deren Digamma mit Rücksicht auf evidente etymologische
Analyse, Inschriften und Grammatikerzeugnisse, sowie
wichtige Indicien des Verses als unbestritten angesehen werden
darf, und die verschiedenen Wirkungen desselben in ein statistisches
Tableau zu bringen. Was ich hier mittheile, beruht auf
Sammlungen, die zuerst nach Seber’s Index angelegt und dann bei
sorgfältiger Durchsicht der Gedichte berichtigt in anderer Form
veröffentlicht werden sollten. Das inzwischen erschienene Buch
von Knös überhob mich der Mühe, und ich konnte von der
musterhaften Genauigkeit desselben profitiren, so wie aus Eigenem
dieselbe erhöhen. Das was ich seit langem vermisse, ein handliches
Verzeichniss, welches genau und leicht lehrt, wie oft bei
jedem Worte und durch welche Indicien sich das Digamma verrathe
und wie oft nicht, suchte ich herzustellen. 1 Es gilt für diesen
Zweck, eine Reihe leichtverständlicher Abkürzungen zu schaffen.
Digamma wirkt auf vorausgeh endo, in der Hebung oder
Senkung des Verses stehende Sylben, und zwar:
1. indem es in der Arsis stehende lange Vocalc oder
Diphthonge lang erhält, wie f ( v v'c toi Fehnjoi. Wir wählen dafür
das Zeichen (1. I), (1. II). (1. III), (1. IV), (1. V), (1. VI), um
1 Zur Ergänzung dieser Tabelle, zur Berichtigung und Begründung des Einzelnen
dürften die weiteren Untersuchungen noch Gelegenheit bieten, sowie
sie auch den Nutzen dieser Zusammenstellung besser zeigen werden. Hier
wollte ich nicht durch detaillirte Rechtfertigung der mitgetheilten Zahlen
die Aufmerksamkeit von der Hauptsache ablenken.