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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 78. Band, (Jahrgang 1874)

Homerische  Studien.

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mit  dem  F  von  saFiov  hier  vorgenommen  wissen  wollte.  Den
Bliek  beirrte  die  im  Hinblick  auf  Homerisches  or/.cc  und  späteres ­
  oäioc  (z.  B.  d>  Ssi'a  Tizp/pcGcc  Soph.  Aj.  784)  vorausgesetzte
Quantität  des  a  bei  Alkman.  Das  a  ist  aber  von  Haus  aus
kurz,  wie  sv  Sa’i  M'fp’fj  zeigen  kann,  und  durch  den  Schwund
des  F  gelängt,  demnach  nicht,  so  lange,F  da  war,  lang.  Diese
Messung  des  Wortes  oSFto;  kannte  nicht  Priscian,  wohl  aber
sein  Gewährsmann,  der,  um  dem  climetrum  iambicum  zu  genügen, ­
  die  Länge  des  a  durch  Vocalisirung  des  u  auszudrücken
lehrte,  also  Sau-io-v  verlangte.  Diese  Vocalisirung  war  aber
gerade  an  unserer  W*urzel  etwas  ganz  Gewöhnliches,  wie  [xrjpiwv
äsoaugevwv  E.  M.  p.  250,  18,  Simonides  fr.  D55  (Schn.)  und
die  Ilesychische  Glosse  osSaupivwv  icepree©XeYl*sv(üV  (verg-1.  oaßst
xauOfl)  und  lesb.  oaü-ko;  =  lak.  SaßsAo?  (=  cakcc  Hes.)  zeigen
(vergl.  über  die  Wurzel  SaF  Curtius  Gz. 4  230  und  Brugmann
in  Curtius’  Stud.  IV  14G).  Wenn  das  richtig  ist  —  und  ich
linde  nicht,  was  sich  dagegen  verbringen  Hesse,  —  so  haben
wir  hier  einen  neuen  Beleg  zu  den  früher  gewonnenen  für  die
Vocalisirung  des  F  und  zugleich  einen  Beweis,  dass  das  vocalisirte
Digamma  durch  F  bezeichnet  wurde,  indem  man  es  nicht  für
nöthig,  vielleicht  nicht  für  phonetisch  richtig  hielt,  u  zu  setzen.
Viertens  constatirt  Priscian  oder  sein  Gewährsmann,  dass
die  aeolischen  Dichter  auch  dort  F  zu  schreiben  pflegten,  wo  es
seine  consonantische  Natur  weder  durch  Position  noch  seine
andere  durch  Vocalisirung  verrieth,  indem  vor  demselben  Elision ­
  eintrat  und  die  kurze  Sylbe  kurz  blieb.  Es  ist  sehr  zu
bedauern,  dass  wir  gerade  hier  mit  den  schlimmsten  Textschäden
zu  kämpfen  haben.  Aber  dass  dies  der  Sinn  der  Stelle,  müssten
wir  auch  ohne  das  griechische  Beispiel  glauben.  Denn  der
Theil  der  Lehre,  dass  F  gesetzt  wurde,  ohne  Position  zu  bilden,  ist
durch  das  lateinische  Analogon  ausser  Frage  gestellt.  Was  aber
die  Elision  betrifft,  so  ist  der  corrupte  Vers  im  Anfang  so  weit
klar,  dass  apiq  o’  stp^vav  festzustehen  scheint.  Auch  der  Schluss
Möaa  XQeta  ist  ziemlich  sicher,  die  Mitte  rettungslos  verloren.
Hier  stand  aber  ein  zweites  nicht  Position  bildendes  Digamma,
welches  Priscian  durch  sein  sine  tnvidia  erläutert.  Bergk’s
Vermuthung  ,fortasse  aliud  potius  oblitterati  digamma  exemplum
latet,  velut  xb  o’  riap.  ist  bis  auf  die  Conjectur  richtig.  Ziemlich ­
  nahe  schliesst  sich  an  die  verdorbenen  Buchstaben  der
            
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