Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 78. Band, (Jahrgang 1874)

56

H  a  r  t  e  1.

Lehre  einem  griechischen  Grammatiker  nachschreibt:  Sciendum
  tarnen,  quod  hoc  ipsum'(digamma)  Aeoles  quidem  ubique
loco  aspirationis  ponebant,  effugientes  Spiritus  asperitatemV  Seine
Autorität  gewiss  gar  nichts,  da  in  der  That  seine  Einsicht
für  das  Verständniss  dessen,  was  er  hinschreibt,  nicht  ausreicht
und  er  sich  vor  Widersprüchen  weder  hier  noch  anderswo  zu
wahren  vermag.  Sie  steigt  und  fällt  mit  der  Autorität  der  Quellen,
die  er  benützt.  Was  Priscian  von  Seiendem  est  ab  (p.  17  H.)
vorträgt,  gehört,  wie  die  Berufung  auf  seine  eigene  Observation
legi  in  tripode  vetustissimo  Apollinis  glauben  lässt,  ihm  an  und
kann  die  Qualität  der  vorausgehenden  bis  auf  die  lateinischen
Analogien  aus  griechischer  Quelle  geflossenen  Lehre  nicht  berühren. ­
  Diese  Lehre  selbst  ist  in  sich  klar  und  voll  Zusammenhang, ­
  und  erwiese  sich  schon  dadurch  als  ein  Resume  jener
Resultate,  zu  welchen  die  griechische  Forschung  auf  Grund  einer
reichen  Empirie  gelangt  war,  wenn  auch  nicht  ausdrücklich  noch
als  Gewährsmann  Astyages  genannt  wäre.  Dieser  griechische
Grammatiker  selbst  hat  bei  Suidas  seinen  Artikel,  ohne  dass
sich  daraus  oder  aus  den  spärlichen  anderen  Erwähnungen  desselben ­
  (Bibi.  Coisl.  c.  388,  Gud.  248,  1,  Orio  69,  8.  186,  .26,
Ang.  Mai  Class.  auctor.  V  p.  152?)  seine  Zeit  bestimmen  Hesse.
Die  Uebereinstimmung  seiner  Büchertitel  mit  Tryphons  Schriften
legen  allerdings  die  von  M.  Schmidt  (Zs.  für  das  Gymnasialwesen ­
  1854,  S.  127)  aufgestellte  Vermuthung  nahe,  dass  Astyages
Tryphons  Arbeiten  benützt  und  verdrängt  und  wir  somit  hier
jene  Theorie  im  Wesentlichen  vor  uns  haben,  von  der  uns  in
der  Schrift  r.zpl  c0wv  ein  so  interessantes  Stück  erhalten  ist.
Freilich  aber  leidet  der  Text  der  Priscianischen  Stelle  an  einigen
schweren  Verderbnissen;  derselbe  lautet:  quod  sicut  Uli  (sc.
Aeoles)  solebant  accipere  digamma  modo  pro  consonante  simplici
teste  Astyage,  qui  diversis  hoc  ostendit  usibus,  ut  in
hoc  versu,:
’04c|j.evGc  FsAevav  eAizwuiSa,
sic  nos  quoque  pro  simplici  habemus  plerumque  consonante  u
loco  F  digamma  positum,  ut:
At  Venus  haud  animo  nequiquam  exterrita  mater.
est  tarnen  quando  idem  Aeolis  inveiviuntur  pro  duplici  quoque
consonante  digamma  posuisse,  ut:
NsGTCpa  Bs  Fw  touBoc.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.