Homerische Studien.
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welcher Entschiedenheit über den sprachlichen Charakter der
Homerischen Gedichte von da aus geurtheilt wird, dass die
Forschung 1 keinen Zweifel mehr zurückgelassen über die Natur
dieses Spiranten und sein Auftreten in den Homerischen Versen.
In Wirklichkeit sind zwei Cardinalfragen, ob das Digamma vor
sich Elision gestatte und ob es jede consonantisch auslautende
kurze Sylbe zu längen vermöge, ganz und gar nicht entschieden
und nur die Leichtigkeit, mit der bedeutende Forscher, unter
ihnen auch Knös, dieser überaus fleissige und verdienstliche
Sammler, über diese Fragen sich hinwegsetzen und erste Kritiker
wie Bentley und Bekker allen voran unbeirrt durch solche Bedenken
Elision und Positionsvernachlässigung durch Aenderung
des Textes entfernten, liess diese Meinung allgeinein werden.
Priscian lehrt an einer gleich näher zu würdigenden Stelle,
dass die Aeoler zuweilen das Digamma in der Versmessung
als nichts achteten und belegt diese Lehre mit einem passenden
Beispiel ä'p.|j.sc o’ Fsipdvav. Richard Dawes (Miscell. crit. 169)
erschien diese Ansicht Priscians als eine doctrina futilis et
absurda, und er glaubte sie mit dem leichten Argument abthun
zu können: quod enim adducit ä. p. p. £ c 8’ F s i p ttva v quin corruptum
sit, nihil dubii esse debet. Die Verkehrtheit dieser
Folgerung aus der falschen Lehre auf das nothwendig falsche
Beispiel will Giese (Aeol. Dial. 187) verbessern, indem er zu
beweisen sucht, dass bei dem Dichter, dessen Vers angeführt
wird, nicht Fsipavav gestanden haben könne. G. Hermann
urtheilte darüber anders. Er hält in seiner Note zu Hymn. in
Ven. 86, welche in gedrängter Form seine Theorie des Digamma
entwickelt, die Elision wenigstens der Partikel 3s vor Digamma
gestattet, wie in 8’ spya, nicht aber solche Elisionen wie (b 671
TrxvTsca’ Ipyoici oder / 422 t’ spya; hingegen beweise Verkürzung
langer Vocale oder Diphthonge, sowie die Kürze einer
consonantisch auslautenden Sylbe, dass das Digamma nicht
mehr wirksam war. So hatte auch Bentley die Elision der
Partikel 3s vor Digamma nicht angefochten, indem er in seiner
Note zu A 19 su 3’ olV.ao’ '.y.saOxi bemerkt ,hie scribendum su
3’ rshwcS’: Divor/.a.8, ut, anglice DioelV (in Maehly’s Bentley S. 162)
und sich auf das bei Priscian gegebene Beispiel beruft. Thierscli
(Gr. §. 158) urtheilt übereinstimmend mit Hermann, und Buttmann
geht noch einen Schritt weiter (Gr. §. 6, .•’>. Anm. 6 Note),
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