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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 78. Band, (Jahrgang 1874)

Homerische  Studien.

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welcher  Entschiedenheit  über  den  sprachlichen  Charakter  der
Homerischen  Gedichte  von  da  aus  geurtheilt  wird,  dass  die
Forschung 1  keinen  Zweifel  mehr  zurückgelassen  über  die  Natur
dieses  Spiranten  und  sein  Auftreten  in  den  Homerischen  Versen.
In  Wirklichkeit  sind  zwei  Cardinalfragen,  ob  das  Digamma  vor
sich  Elision  gestatte  und  ob  es  jede  consonantisch  auslautende
kurze  Sylbe  zu  längen  vermöge,  ganz  und  gar  nicht  entschieden
und  nur  die  Leichtigkeit,  mit  der  bedeutende  Forscher,  unter
ihnen  auch  Knös,  dieser  überaus  fleissige  und  verdienstliche
Sammler,  über  diese  Fragen  sich  hinwegsetzen  und  erste  Kritiker
wie  Bentley  und  Bekker  allen  voran  unbeirrt  durch  solche  Bedenken ­
  Elision  und  Positionsvernachlässigung  durch  Aenderung
des  Textes  entfernten,  liess  diese  Meinung  allgeinein  werden.
Priscian  lehrt  an  einer  gleich  näher  zu  würdigenden  Stelle,
dass  die  Aeoler  zuweilen  das  Digamma  in  der  Versmessung
als  nichts  achteten  und  belegt  diese  Lehre  mit  einem  passenden
Beispiel  ä'p.|j.sc  o’  Fsipdvav.  Richard  Dawes  (Miscell.  crit.  169)
erschien  diese  Ansicht  Priscians  als  eine  doctrina  futilis  et
absurda,  und  er  glaubte  sie  mit  dem  leichten  Argument  abthun
zu  können:  quod  enim  adducit  ä.  p.  p.  £  c  8’  F  s  i  p  ttva  v  quin  corruptum
  sit,  nihil  dubii  esse  debet.  Die  Verkehrtheit  dieser
Folgerung  aus  der  falschen  Lehre  auf  das  nothwendig  falsche
Beispiel  will  Giese  (Aeol.  Dial.  187)  verbessern,  indem  er  zu
beweisen  sucht,  dass  bei  dem  Dichter,  dessen  Vers  angeführt
wird,  nicht  Fsipavav  gestanden  haben  könne.  G.  Hermann
urtheilte  darüber  anders.  Er  hält  in  seiner  Note  zu  Hymn.  in
Ven.  86,  welche  in  gedrängter  Form  seine  Theorie  des  Digamma
entwickelt,  die  Elision  wenigstens  der  Partikel  3s  vor  Digamma
gestattet,  wie  in  8’  spya,  nicht  aber  solche  Elisionen  wie  (b  671
TrxvTsca’  Ipyoici  oder  /  422  t’  spya;  hingegen  beweise  Verkürzung ­
  langer  Vocale  oder  Diphthonge,  sowie  die  Kürze  einer
consonantisch  auslautenden  Sylbe,  dass  das  Digamma  nicht
mehr  wirksam  war.  So  hatte  auch  Bentley  die  Elision  der
Partikel  3s  vor  Digamma  nicht  angefochten,  indem  er  in  seiner
Note  zu  A  19  su  3’  olV.ao’  '.y.saOxi  bemerkt  ,hie  scribendum  su
3’  rshwcS’:  Divor/.a.8,  ut,  anglice  DioelV  (in  Maehly’s  Bentley  S.  162)
und  sich  auf  das  bei  Priscian  gegebene  Beispiel  beruft.  Thierscli
(Gr.  §.  158)  urtheilt  übereinstimmend  mit  Hermann,  und  Buttmann ­
  geht  noch  einen  Schritt  weiter  (Gr.  §.  6,  .•’>.  Anm.  6  Note),
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