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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 78. Band, (Jahrgang 1874)

Homerische  Studien.

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Zeit.  Dieselben  wuchern  dann  in  der  Bliitheperiode  der  attischen ­
  Poesie  und  treten  uns  bei  den  die  Sprache  des  gewöhnlichen ­
  Lebens  abbildenden  Komikern  in  bunter  Mannigfaltigkeit ­
  entgegen.  Und  auch  hier  bewahrt  za!  seine  von  uns
schon  bei  Homer  nachgewiesene  Neigung,  mit  dem  folgenden
Wort  zu  lautlicher  Einheit  zu  verschmelzen.  J.  F.  Lobeck
(de  synaloephe  Kegim.  1839)  weist  z.  B.  allein  die  Verbindung ­
  za!  -f-  s  zu  za  in  24  verschiedenen  Fällen  auf,  indem
er  die  zahlreichen  Composita  mit  sz,  eä;,  ex£,  ev  und  die
in  mehr  als  100  Versen  beobachtete  Verschmelzung  mit  dem
Augment  (xöfXaße?,  zaxo{vjaev)  als  je  einen  Fall  rechnet;  und  mit
andern  Anlauten  verschmilzt  es  gleich  leicht,  nur  um  so  seltener, ­
  als  diese  eben  seltener  sind  als  der  häufigste  Anlaut  e.
Aus  den  Producten  dieser  Contractionen  nun  kann  man
bis  auf  die  nicht  zahlreichen  Fälle,  wo  das  Gewicht  des  Anlauts ­
  den  Auslaut  besiegt  wie  in  TOyaOov  (Soph.  Ant.  275),
äyaQo!  (Phil.  863),  xavBp!  (Aj.  78),  in  yol  v.d  xsoz  u.  a.,  ersehen,
dass  die  allgemeinen  Contractionsgesetze  gelten,  und  der  erste
Theil  des  Diphthongs  in  seiner  qualitativen  und  wohl  auch
quantitativen  Integrität  erhalten  sein  musste,  um  nach  dem
Verklingen  des  weichen  Vocals,  wie  jedes  andere  a  e  o  im  Innern ­
  des  Wortes,  contrahirt  werden  zu  können.  So  wird  zai-|-e,
wie  wir  sahen,  zu  y.a,  at  -f-  a  zu  i.  (zd-paGoc),  ai  -\-  o  zu  w  (zwvsi-B^ogai
  Eurip.  Tr.  946,  zwvov  Arist.  Ran.  511),  oi  -f-  e  zu  ou
(Aristoph.  Vesp.  34  p.ouoözei,  oüjjio!  Eur.  Hec.  332,  p-slmiv  Soph.
Aj.  1225  und  in  sieben  anderen  von  Curtius  Stud.  I  2,  283  aufgefiihrten
  Verbindungen).  An  die  auf  diesem  Wege  erschlossenen
Uebergangsformen  y.a  -f-  syo),  za  -)-  £p.e,  4  u.  s.  w.  knüpft
Curtius  (a.  a.  0.)  an,  um  die  Kürzung  der  Diphthonge  vor  vocalischem
  Anlaut  in  einer  von  unserer  Auffassung  abweichenden
Weise  zu  erklären.  Auch  Curtius  verwirft  die  Ansicht,  dass
die  Diphthonge  durch  den  vocalischen  Anlaut  in  der  Art  afficirt
worden  seien,  dass  jedes  Element  derselben  an  Quantität  verloren ­
  und  so  in  zat  eftl)  —  —)  das  a  wie  das  i  um  die  Hälfte
kürzer  geworden  wären  als  in  xat  töte  or t  (-._■-—).  ,Die  Verkürzung ­
  entstand  doch  nur  durch  den  Einfluss  des  nachfolgenden ­
  Vocals,  und  es  ist  an  sich  unwahrscheinlich,  dass  dieser
nicht  bloss  das  ihm  zunächst  stehende  i,  sondern  auch  das
fernere  a  afficirt  habe.  Vielmehr  lehrt  uns,  denke  ich,  das
Sitzimgaber.  d.  pliil.-hist.  CI.  LXXVII1.  Bd.  I.  Hft.  4
            
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