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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 78. Band, (Jahrgang 1874)

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Goldziher.

machen'  des  Grabes,  ebenso  der  mälikitische  1  und  hanbalitische.
  2  In  der  Traditionssainmlung  al-Bochäri’s  ist  von
dieser  Ritusfrage  keine  Rede,  wohl  aber  in  dem  Sahih  des
Muslim,  wo  erzählt  wird,  dass  diese  strittige  Frage  in  der
ersten  Zeit  des  Islam  (!)  bei  Gelegenheit  eines  muhammedanischen
  Begräbnisses  auf  der  Insel  Rhodos  zur  Verhandlung
kam  und  dass  damals  Fadala  b.  'Ubeid  einen  Ausspruch  des
Propheten  angeführt  habe,  wonach  die  Oberfläche  des  Grabes
platt  sein  muss  und  nicht  höckerig  gemacht  werden  darf.  3
Darin  stimmen  jedoch  alle  Riten  überein,  dass  die  Erhöhung
nicht  gar  zu  sehr  in  die  Augen  fallen  darf;  die  meisten  setzen
das  Höhenmass  einer  Handspanne  fest.
Wir  sehen  hieraus,  dass  al-Säfi'i  auch  in  dieser  Ritusfrage
  mit  der  Praxis  der  Si'a  übereinstimmt,  die,  wie  wir  oben
gesehen,  seine  Richtung  am  glimpflichsten  behandelt.  Dieselbe
Uebereinstimmung  zwischen  dem  säfi'itischen  und  dem  si'itischen
  Ritus  findet  auch  hinsichtlich  der  oben  behandelten
Frage:  ob  das  ,Basmala‘  laut  recitirt  werden  müsse,
statt  (vergl.  al-Nawawi  Bd.  II  p.  ff).
Das  v.  66  erwähnte  Lautrecitiren  des  ( j^yol  bezieht  sich
auf  das  die  fätihä  abschliessende  Amen,  welches  mit  einiger
Meinungsverschiedenheit  dem  allgemeinen  sunnitischen  Ritus

1  s.  al-Navavi  zu  Muslim  Bd.  IIp.  yUij  £iyjJ.J  üj
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2  al-Seibäni’s  ,  .  ■  11  U  tt  Juü  Commentar
zum  hanbalitischen  Codex  des  Ta'älibi  (Büläk  1291)  Bd.  I  p.  ‘jy  ,
«-Axi  wö  xjl
3  al-Navavi  Bd.  II  p.  jboL*i'  (jl  ^jyP  *2^)
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