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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 78. Band, (Jahrgang 1874)

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G  ol  d  zi  h  er.

Sonnendatums  in  der  Nachschrift  hat  keine  Bedeutung  für  den
confessionellen  Charakter  des  Schriftstellers.  1  Doch  es  kann
nicht  unsere  Absicht  sein,  uns  hier  noch  weiter  über  die  Biographie ­
  des  Verfassers  zu  verbreiten,  für  welche  aus  dem
Buche  manches  Material  zu  heben  ist.  Wir  wollen  vielmehr
nur  einen  kleinen  Paragraphen  desselben  hervorheben,  der  uns
in  den  Rahmen  dieser  Abhandlung  hineinzupassen  scheint.  Er
findet  sich,  wo  man  ihn  direct  gar  nicht  suchen  würde,  in  der

Abtheilung  über  ,Knabenliebe'  ySO  ^
L*  Ji‘  j!
jjLop!  ob^Laj'  ( jjo.  Das  dritte  Capitel  dieser  Abtheilung
handelt  :  Lo  &*jo  &  ^LovJJl  stXcLw  ^50  £
und  eine  der  Erzählungen,  die  in  diesem  Capitel  enthalten,
ist  ungefähr  folgende:  2
,Zu  ihnen  gehört  der  SSeich  Muhaddib  al-Dip  b.  Munajjir
  aus  Tripolis,  ein  feiner  Schöngeist,  bewandert  in  der
Poesie  und  im  adab;  er  war  Si'it.  Zu  jener  Zeit  war  al-Sejjid
al-Murtadi  al-Müsawi  das  Oberhaupt  aller  Serif’s  v^)
im  'Irak  und  in  Syrien  und  den  meisten  Provinzen.  Zwischen
diesem  und  Muhaddib  al-Din  bestand  ein  Bund  der  Freundschaft, ­

  wie  Ibn  Sa'd  in  seinem  Classenbuche  (yyliuiajl)  sagt,
weil  der  Sejjid  das  Oberhaupt  der  Secte  war,  zu  welcher
Muhaddib  al-Din  gehörte.  Dieser  gehörte  zu  den  angesehensten
Leuten  von  Tripolis.  Einst  sandte  er  dem  Serif  Geschenke
durch  einen  schwarzen  Sclaven;  der  Serif  erwiderte  dies  durch
Tadel  —  er  war  seiner  Eitelkeit  (aboLg-w)  wegen  berühmt  —
und  unter  Anderm  sagte  er:  ,Hast  du  nichts  Schlechteres  gefunden ­
  als  die  Schwärze,  dass  du  diese  als  Vermittlerin  deiner
Geschenke  erwählst?'  Nach  Ibn  Barräg  war  eben  der  schwarze
Sclave  das  Geschenk  selbst  und  der  Serif  hätte  als  Antwort
Folgendes  an  seinen  Freund  geschrieben:  ,Wäre  dir  eine  Zahl
bekannt,  die  kleiner  ist  als  Eins  und  eine  Farbe,  die  schlechter

1  Siehe  z.  B.  ein  anderes  Beispiel  solcher  Datumangabe  in  den  von  Cusa,
herausgegebenen  oUcS^  des  Sigistani  p.  9  Z.  d.  d.  m.  Ges.
Bd.  XXVIII  (1874)  p.  501.'
2  Kairoer  Ausgabe  p.  {"jCy
            
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