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G ol d zi h er.
Sonnendatums in der Nachschrift hat keine Bedeutung für den
confessionellen Charakter des Schriftstellers. 1 Doch es kann
nicht unsere Absicht sein, uns hier noch weiter über die Biographie
des Verfassers zu verbreiten, für welche aus dem
Buche manches Material zu heben ist. Wir wollen vielmehr
nur einen kleinen Paragraphen desselben hervorheben, der uns
in den Rahmen dieser Abhandlung hineinzupassen scheint. Er
findet sich, wo man ihn direct gar nicht suchen würde, in der
Abtheilung über ,Knabenliebe' ySO ^
L* Ji‘ j!
jjLop! ob^Laj' ( jjo. Das dritte Capitel dieser Abtheilung
handelt : Lo &*jo & ^LovJJl stXcLw ^50 £
und eine der Erzählungen, die in diesem Capitel enthalten,
ist ungefähr folgende: 2
,Zu ihnen gehört der SSeich Muhaddib al-Dip b. Munajjir
aus Tripolis, ein feiner Schöngeist, bewandert in der
Poesie und im adab; er war Si'it. Zu jener Zeit war al-Sejjid
al-Murtadi al-Müsawi das Oberhaupt aller Serif’s v^)
im 'Irak und in Syrien und den meisten Provinzen. Zwischen
diesem und Muhaddib al-Din bestand ein Bund der Freundschaft,
wie Ibn Sa'd in seinem Classenbuche (yyliuiajl) sagt,
weil der Sejjid das Oberhaupt der Secte war, zu welcher
Muhaddib al-Din gehörte. Dieser gehörte zu den angesehensten
Leuten von Tripolis. Einst sandte er dem Serif Geschenke
durch einen schwarzen Sclaven; der Serif erwiderte dies durch
Tadel — er war seiner Eitelkeit (aboLg-w) wegen berühmt —
und unter Anderm sagte er: ,Hast du nichts Schlechteres gefunden
als die Schwärze, dass du diese als Vermittlerin deiner
Geschenke erwählst?' Nach Ibn Barräg war eben der schwarze
Sclave das Geschenk selbst und der Serif hätte als Antwort
Folgendes an seinen Freund geschrieben: ,Wäre dir eine Zahl
bekannt, die kleiner ist als Eins und eine Farbe, die schlechter
1 Siehe z. B. ein anderes Beispiel solcher Datumangabe in den von Cusa,
herausgegebenen oUcS^ des Sigistani p. 9 Z. d. d. m. Ges.
Bd. XXVIII (1874) p. 501.'
2 Kairoer Ausgabe p. {"jCy