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Goldzilie r.
der Differenzpunkte si'itischer und sunnitischer Anschauung
angeführt zu werden verdient. Das Gedicht ist nicht weniger
interessant als das Buch, in welchem ich es gefunden habe.
Das Buch ist betitelt:
Die Tendenz dieses Werkes, welches der umgearbeitete
Auszug eines grösseren Buches ist, ist die, das Bemerkenswertheste
davon, was in der arabischen Literatur und Geschichte
über das Thema Liebe bekannt ist, nach Kategorien zu sammeln
und zusammenzustellen. Auch ,Berühmte Liebespaare*
fehlen nicht; es werden aus der alten und neueren Geschichte
der Araber jene Paare vorgeführt, deren Liebe sprichwörtlich
geworden und einem so schönen Stück arabischer Poesie Leben
gegeben hat. Das Buch ist in der kais. Hofbibliothek handschriftlich
vorhanden (N. F. 78) und Flügel hat in der Beschreibung
dieser Handschrift (Katalog Bd. I p. 391—394)
über den Inhalt des Buches genug erschöpfend referirt. Nur
hat der gelehrte Katalogist darin geirrt, was er vom Verfasser
sagt. ,Der Verfasser war — so sagt Flügel — offenbar ein
Christ oder Jude, w r eil auch das Datum nach dem Monate
des Sonnenjahres beigefügt ist.* Ein Blick in das in Rede
stehende Werk, welches seitdem auch in Kairo durch 'Abd-algani
Efendi Film lithographirt wurde (1279), genügt, um uns
davon zu überzeugen, dass der Verfasser, Daüd b. 'Omar al-Basir
al-Antaki, weder Jude noch Christ, sondern Muhammedaner
war. Das erste Capitel z. B. ist der muhammedanischen
Tradition gewidmet, indem zusammengestellt wird, was
aus dieser über das Capitel Liebe zu schöpfen ist und die
Tradition wird immer in jener bekannten Weise angeführt, in
welcher sich die Muhammedaner auf diese geheiligte Quelle
ihrer Religion beziehen. Auch sonst werden muhammedanische
Autoritäten mit der üblichen Eulogie angeführt, welche weder
ein Jude, noch ein Christ gebraucht hätte. Dass er kein Christ
war, dafür genügt der Hinweis auf die Worte
all!, welche man in dem Buche (p. ("PT der Lithographie)
finden kann. Hingegen war er bewandert in den Religionsschriften
des orientalischen Christenthums, dessen Institutionen
und Lehren ihm sehr geläufig waren, wie aus p.. PTP—PT*I