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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 78. Band, (Jahrgang 1874)

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Hartei.

an  ihrer  Stelle  die  Spiranten  j  und  F  vernommen  wurden,
welche  ohne  Klaffe  Aus-  und  Anlaut  verbanden.  Also  nicht
’iayaioi  |  avSpwv,  Satsxai  |  yjxop,  y.s?xai  |  oXsOpw,  fy  rcou  |  ay.oucv)  wurde
mit  Markirung  der  Fuge  und  Kürzung  des  Diphthongs  gesprochen ­
  —  denn  ein  solches  Sprechen  hätte  so  viele  Hiaten
wie  Kürzungen  ergeben,  —  sondern  indem  man  i  und  u  von
a  e  o  ablöste  sj^axo-uxväpcov,  xeixa-ioXeGpa),  vjv  TO-'jaxoocr]  und  vor
dem  folgenden  Anlaut  (a  rj  o  u.  s.  w.)  an  Seile  des  Verschlusses
nur  Enge  bildete,  erzeugten  sich  die  Spiranten  —  ob  rein
eG^axo-yavSpiov,  vp  ■xo-rax.oÜGY]  oder  mit  Zurücklassung  eines  vocalischen
  Nachklanges  ecrjcaxoi'-yavSpMv,  Ijv  -oö-Fa-/,o6avj,  bleibe
dahin  gestellt,  —  welche  den  Hiatus  überbrückten  und  die  angrenzenden ­
  Laute  in  einander  wachsen  Hessen.  Und  dass  eine
solche  Lautverbindung  wirklich  stattfand,  stattfinden  musste,
geht  daraus  hervor,  dass  diese  Erscheinung  gerade  dort  ihren
Sitz  hat,  wo  sonst  ein  Einschnitt  nicht  geliebt  oder  geradezu
verpönt  ist.  Mit  Vorliebe  wird  die  zweite  Kürze  der  Thesis
durch  einen  Diphthong  gebildet,  in  den  ersten  vier  Büchern
der  Ilias  und  Odyssee,  wie  wir  sahen,  noch  einmal  so  häufig
(907  mal)  als  die  erste  (457  mal);  denn  die  einzelnen  Versfüsse
  sucht  man  so  viel  wie  möglich  zu  verschlingen.  Die
zweite  Kürze  des  dritten  Fusses  wird  in  der  ganzen  Ilias  und
Odyssee  durch  die  vor  folgendem  Vocal  kurz  erscheinenden
Vocale  w  oj  7)  t,  30  mal  dargestellt  und  nur  unter  besonders
erleichternden  Umständen,  welche  wir  an  einer  andern  Stelle
klar  machen  werden.  Diphthonge  bilden  aber  in  den  genannten
acht  Büchern  dieselbe  Kürze  223  mal  und  unter  diesen  steht
der  Ausgang  von  y.sd  5  mal  so  oft  als  alle  andern  zusammen.
In  den  letzten  zwölf  Büchern  der  Odyssee  findet  man  x.a(  über
200  mal  kurz  an  dieser  Stelle,  alle  andern  diphthongischen  Ausgänge ­
  nur  49  mal.
Noch  empfindlicher  ist  der  Vers  gegen  einen  Einschnitt
nach  der  ersten  Kürze  des  vierten  Fusses  vwcxä  xsxapxov  xpo/atov,
welcher  nach  der  Theorie  der  Alten  nur  ausnahmsweise  oder
nach  Priscian  nie  gestattet  ist.  Die  Bedingungen  seines  Vorkommens ­
  sind  festgestellt  durch  Hermann  (Orph.  692,  El.  338),
Spitzner  (de  versu  gr.  her.  10  ff.),  Hoffmann  (Q.  H.  25),  und
es  lässt  sich  daraus  ersehen,  wie  man  bemüht  war,  den  missfälligen ­
  Eindruck  dieses  Einschnittes  durch  kräftige  Cäsuren  in
            
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