Beiträge zur Literaturgeschichte der Si'ä und der sunnitischen Polemik. 501
polemisirt. 1 Schon ein imamitischer Zeitgenosse des Abu Hanifä
kämpft gegen ihn in folgenden Versen:
/Wir waren vordem in Bezug auf die Religion in zufriedenstellender
Lage,
Bis dass wir heimgesucht wurden durch die Leute der
Analogieen.
Sie kamen aus dem Osten, als ihnen ihre Lebensmittel alle
zu werden begannen
Und wendeten in Ruhm und im Elend das Rai an.
0 ihr Menschen, bekehret euch von eueren Sünden
Und wendet euch zu Gott um Rath vor dem Fluche der Teufel/ 2
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Ich habe dieses satirische Gedichtchen nach der Recension
mitgetheilt, in welcher es von Nur Allah, der es ebenfalls
gibt, angeführt wird, muss jedoch hinzufügen, dass es in der
gangbareren Fassung anders lautet, namentlich ist die zweite
Verszeile:
Zxj Laaa^I löl *y-Es
ist bemerkenswert!), dass im Agäni 1 dieses Gedichtchen
auf die Mittheilung des Isma'il b. Jünus al-Si'i zurückgeht,
was wieder beweist, dass es gerne von Si'iten colportirt wurde.
Auch unser Verfasser unterlässt es nicht, gegen den Abu Hanifä
und seine Schule energisch zu Felde zu ziehen und dagegen
1 Vergl. List of Sh. b. nr. 779 und nr. 880 jjjgLüiJ! JLlajl ^ 1 _«1 *’V‘
jedoch nr. 76 s Jca.w-<j xJJI kftAAjs. ^lAis-t
und nr. 592, wo ein Si'ite, der dem Kiäs huldigt.
2 Anspielend auf: J. I
2 Cod. IjJSPÜj!
4 Kitäb al-agäni Bd. XVI p. 5 nach der dort zu findenden Notiz
wurde dieses Gedichtchen veranlasst durch den Lärm im hanafitischen
Lehrhause.