Homerische Studien.
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gerathen), wenn wir von vj und •!) ab sehen, 42 mal gefunden
werden. Entschuldigt schienen uns viele Fälle theils durch ihre
Stellung im Vers, durch die Cäsurpausen nach der ersten und
vierten Senkung, theils durch den starken Ton (S. 46 = 372 ff.).
Unter diese vielen gehören sämmtliche starke Ausgänge, von
denen nur 5 auf die zweite, 2 auf die dritte Senkung kommen
(X 286 cw ev -/pot', tc 438 crw ulsi). Von den diphthongischen Ausgängen
stehen 28 in der ersten, 23 in der vierten Senkung,
aber 14 in der zweiten und 7 in der dritten, und von diesen
21 Hiaten entschuldigt kaum den einen oder andern ein Wörtchen
mit besserer Betonung (a. a. 0. 374).
Diese Umstände scheinen mir anzudeuten, dass gerade
in der diphthongischen Natur dieser sonst so leichten Endungen
etwas lag, was den Hiatus milderte, dass man nicht in eu | expetpov
II 191, oüSoD | l£e 8 718, zai | Ivv^y.ovxa i 174 u. s. w. scharf
abgetrennt vocalischen Aus- und Anlaut articulirte, sondern
denselben zusammenfliessen und hinter i und u jenen weichen
consonantischen Laut vernehmen liess (süFexpeijov, oucouFKs, zai/evvvjzovTa),
der im Innern des Wortes in BazsüFa, EuFayöpo), zaxearxe6-Faas
u. s. w. erklang, und welcher sich, physiologisch betrachtet,
unwillkürlich einstellt, wenn man statt Verschluss, d. i. Hiatus,
nur Enge bildet. Wie auf diese Art auch der Widerstand,
den u und i der Elision entgegensetzen, sowie die Häufigkeit
dieser Ausgänge vor vocalischem Anlaut verständlich wird,
werden wir später noch zu betrachten haben.
Immer sind das überaus seltene Fälle gegenüber jenen
massenhaften Erscheinungen, wo das i und u der diphthongischen
Auslaute oi ai ei ou eu vor vocalischem Anlaut so vollständig
zu verklingen scheint, dass dieselben zu prosodiscben
Kürzen im Verse herabsinken. Nachdem wir die nahe Verwandtschaft
der weichen Vocale mit den Spiranten und das in
der Homerischen Sprache noch überaus lebendige Gefühl für
diese Verwandtschaft nachgewiesen und gesehen, wie leicht
dieselben auf rhythmische Impulse reagiren und in einander
übergehen, wird man die Erklärung nicht abweisen können,
dass i und u in ai oi ou u. s. w. nicht vocalisch klangen oder,
wenn ein Rest ihres vocalischen Gehaltes zurückblieb, sie als
irrationale Vocale vorausgehendes a so leicht färbten, aber
mit ihm nicht eine Länge zu bilden vermochten, sondern dass