Beiträge zur Literaturgeschichte der §i'ä und der sunnitischen Polemik. 493
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Audi der bekannte biographische Schriftsteller Ihn Challikän
gehört dazu; er sagt bei Gelegenheit der Biographie 'Ali
b. Gahm al-Kurasi’s: 1 ,Die Liebe 'Ali’s kann man mit dem
Sunnismus nicht vereinigen/ Besonders ist es der Tag 'Asürä,
dieser Fasttag, den Muhammed dem Judenthum entlehnt hat,
und an welchen sich später das Andenken an das Martyrium
der beiden Söhne 'Ali’s knüpft, welcher in dieser Beziehung
Anlass gab, seine Gefühle gegen die 'alidische Familie zum
Ausdruck zu bringen. Es ist bekannt, dass die Si'ä diesen Tag
zum Mittelpunkt ihres Religionsritus macht. Die sunnitischen
Gelehrten haben sich alle erdenkliche Mühe gegeben, einerseits
den jüdischen Beigeschmack dieses Fasttages zu mildern
— einige Gesetzeslehrer ordnen daher an, den 9. oder 11. Tag
des Monates ebenfalls zu fasten — andererseits die Ideenassociation
mit dem Tode Hasan’s und Husein’s abzuschneiden.
Man hat daher diesem Tage Vieles untergeschoben, um seiner
Wichtigkeit einen anderen Anlass zu verleihen: Ahraham’s
Feuer- und Pharao’s Wasserprobe, Idris’ Himmelfahrt, Hiob’s
Heilung, Jonas’ Rückkehr an’s trockene Land und wer könnte
Alles herzählen, was am 'Asürätage geschehen sein soll? In
1 Diese Stelle findet sich in der gangbaren Recension des Ibn Challikän
(ed,Wüstenfeld nr. 473) nicht; dort heisst es bloss: i
v_JUo JvX: es ist wahrscheinlicli,
dass die anstössigen Worte getilgt wurden. Ich restituire sie
nach C Bl. 8 recto. Da heisst es: ^ ICLis. (AäJj
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