Beiträge zur Literaturgeschichte der Si'ä und der sunnitischen Polemik. 479
In Kasan lernte er das Werk des Ibn al-Mutahhir kennen:
,Der Verfasser erwähnt', sagt unser Sunnite in seiner Einleitung-,
,dass er mit seinem Werke die Darlegung der Wahrheit
und die Widerlegung- der rechtgläubigen Secte der Sunna und
Gemä'ä beabsichtigte, damit sich die Muslimin nicht der Autorität
der letzteren fügen und sich nicht von ihr leiten lassen,
da diese Leitung gleich Irreführung ist. Er erwähnt, dass er
hiemit die Aufrichtung der Wahrzeichen des Glaubens im Auge
hatte und die Erreichung 1 der Belohnung in der zukünftigen
Welt und die Erwerbung des Lohnes für den Glauben durch
die Feststellung der Wahrheit und nicht durch deren Verdeckung.
Dennoch besteht der grösste Theil seines Buches
aus der Beschimpfung der rechtgeleiteten Chalifen und der
gottgefälligen Imame und aus der Lästerung der leitenden Gelehrten.
Er ist in dieser Beziehung ganz in demselben Falle
wie das Kameel in dem Gleichnisse eines der Schöngeister,
welche ihre Gleichnisse in den Mund der Thierwelt legen.
Der Esel fragte nämlich einst das Kameel, woher es eben
komme?' ,Aus dem Bade', antwortete dieses; worauf jener:
,Natürlich! man sieht es ja deinem reinen Busse und deinen
schmucken Hufen an.' So müssen auch wir sagen: Fürwahr,
man merkt es dem Ibn al-Mutahhir an, dass er sich von dem
Schmutze der Lüge und dem Unflath des Fanatismus gereinigt.
2 Ist er doch ganz in die Misthaufen der Lästerung ver-^.aaaaj
emendirt werden könnte, wenn man liest statt
iüdes Cod.
2 Anspielung auf seinen Namen.