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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 78. Band, (Jahrgang 1874)

Eeiträgß  zur  Literaturgeschichte  der  Si'a  nnd  der  sunnitischen  Polemik.

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Si'iteu  ihren  Gegnern  gegenüber  anzuwenden;  wir  finden  z.  B.
in  einem  Briefe  des  Si’iten  Abu  Bekr  al-Charizini  an  den
bekannten  Dichter  al-Bedihi,  ein  Brief,  der  wold  das  non  plus
ultra  von  grober  und  unhöflicher  Polemik  genannt  werden
darf,  unter  Anderem:  ,Als  hätte  dich  Sophista  zu  seinem  Nachfolger ­
  eingesetzt,  um  dasjenige  zu  bestreiten,  was  man  mit  den
Augen  wahrnimmt'  u.  s.  w.  1  In  diesem  Urtheil  über  al-As'ari
steht  unser  Verfasser  nicht  vereinzelt  da.  Es  ist  besonders
das  Urtheil  Sems  al-Din  al-Sahrzüri’s  über  den  berühmten
Dogmatiker  bemerkenswerte  Er  sagt:  ,Ich  bewundere,  wie
dieser  Mensch  sich  anstellen  konnte,  in  Bezug  auf  Weltweisheit ­
  so  viele  Bücher  zu  verfassen,  in  der  Meinung,  dass  er  zu
den  gewiegtesten  Weisen  gehöre,  welche  die  höchsten  Stufen
erreichten,  und  dass  er  auf  den  Grund  der  Fragen  drang,
obwohl  er  doch  nicht  einmal  die  Stufe  des  Geringsten 2
erreichte,  welcher  nicht  weiss,  welche  seiner  beiden  Seiten
länger  ist.  Er  war  nämlich  bar  von  aller  philosophischen
Wissenschaft,  sowohl  der  speculativen,  als  auch  der  durch
Geschmack  begreifbaren  (der  mystischen).  Er  kann  keine  Definition ­
  ordnen  und  keinen  syllogistischeu  Beweis  führen,  vielmehr ­
  ist  er  ein  armer  Seich,  der  in  seiner  Lehrrichtung  voller
Confusion  wie  ein  blindes  Kameel  herumtappt.'  Auch  von  al-Igi,
  einer  der  Säulen  der  sunnitischen  Dogmatik,  wird  angeführt, ­
  dass  er  von  al-As'ari  sagt:  ,er  habe  die  Fragen,  in  denen
man  ihm  eine  gewisse  Originalität  zumuthet,  aus  dem  Munde
von  Strassenpredigern  und  Märchenerzählern  üLLuJI  ^0)
(JisLeyJI^  geschöpft/ 2
Da  ich  es  hier  nur  damit  zu  tliun  haben  kann,  von  dem
in  Rede  stehenden  Werke  in  literarhistorischer  und  bibliographischer ­
  Beziehung  Notiz  zu  nehmen,  und  darauf,  als  auf  eine

(jyA.fi
1  Gesammelte  Briefe  a  1-Chärizmi’  s  p.  |aö,  I  L  ...
v^öli  Lilibl  OjJOj  LiLte  L«  A3t  ,^fi  -iha-LäGM
2  Im  Text  steht:  äaJj./!  pjj  1.
3  C.  Blatt  12  verso.
            
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