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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 78. Band, (Jahrgang 1874)

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Hartei.

(s.  Böckh  C.  J.  I  28).  Merkwürdig  und  dem  KaitFoua  auf  einer
Münze  aus  Grossgriechenland  (Eckhel  I  306)  vergleichbar  ist
das  F  in  aFuxou  auf  der  Inschrift  aus  Naxos  (C.  J.  10),  welche
xoö  aruTOÜ  XlOou  eijP  «vSpiaq  y.ai  xo  wpskap  lautet,  worin  Bentley
einen  jambischen  Trimeter  mit  zweisylbiger  Lesung  des  Anfangs ­
  xaöxoü  erkannte.  Kirchhoff  bestreitet  diese  Deutung  und
Lesung  nicht  sowohl  wegen  des  Digamma  auf  einer  Naxischen
Inschrift  aus  nicht  gar  früher  Zeit,  sondern  nimmt  Anstoss  an
,seiner  Verwendung  gerade  in  dem  Pronomen  ab-o?  in  einer
Weise,  welche  eine  dreisylbige  Aussprache  desselben  nothwendig
machen  würde,  eine  Erscheinung,  die  sich  schlechterdings  durch
gar  nichts  erklären  oder  rechtfertigen  Hesse'  (Alph. 2  62).  Aber
kann  F'j  nicht  graphischer  Ausdruck  sein  für  den  Spiranten,
welchen  man  im  u  vielleicht  hier  deutlicher  vernahm,  so  dass  also
xaFxoö  eigentlich  gemeint  war?  So  ganz  ist  ja  das  Digamma  im
jonischen  Dialekt  nicht  erloschen  (s.  Erman  Da  titulorum
Jonicorum  dialecto  in  Curtius  Stud.  V  275,  Renner  ebend.
I  1,  144),  und  es  mag  daran  erinnert  werden,  dass  das  seit  dem
ersten  Jahrh.  nach  Christi  allgemein  bemerkbare  Schwinden
des  au  zu  a  (neben  eu  zu  s)  gerade  in  diesem  Worte  durchdringt
(vergl.  die  Belege  in  K.  Keil’s  Epigr.  Exc.  in  JJ.  Supplem.  II,
S.  364  und  Rh.  Mus.  18,  143).  —  Zahlreiche  Belege  für  die
Schreibung  uF  für  u  bieten  die  kyprischen  Inschriften,  von  denen
die  wichtigsten  jetzt  in  der  von  Wilhelm  Deecke  und  Justus
Siegismund  in  Curtius  Stud.  VII  217  ff.  veröffentlichten  Abhandlung ­
  leicht  zugänglich  geworden  sind  k  Wir  lesen  auf  der
Idalischen  Bronzeplatte  einmal  den  Aorist  Z.  14  eFpY)xd(jaxu,  zu
welchem  sich  das  Z.  28  und  29  mit  F  überlieferte  Substantiv
Fpvjxai  (Vertrag)  stellt,  aber  Z.  4  süFp’oxäcaxu,  von  einem  Verbum
Fpr,xdop.ai  ,ich  verabrede  mich',  also  St.  Fsp  (vergl.  das  Elische
Fpäxpa  C.  J.  11).  In  suFpvjxdaaxu  lässt  sich  F  nicht  als  eine  Weiterentwickelung ­
  des  u  auffassen,  sondern  s-uFp-  neben  s-Fp-  und  Fpzeigt
  vielmehr,  wie  es  nur  der  Nähe  des  s  bedurfte,  dass  das
Vocalische  in  F  vernehmbar  werde,  und  ist  somit  als  eine
Uebergangform  zum  aeolischen  sbpdyrj  zu  betrachten.  Anderer
Art  ist  y.axecxsuFaae  auf  einer  Inschrift  der  Nekropole  von  Neo-Paphos
  (Vogüe  Mel.  PI.  IV  6),  dann  EbFa-ppw  u.  a.  auf  Münzen

1  Siehe  Anhang.
            
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