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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 78. Band, (Jahrgang 1874)

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Gr-old  zitier.

Differenzpunkt.  Hierüber  will  ich  aus  ganz  neuer  Zeit  (a.  d.  J.
1275  d.  II.)  ein  polemisches  Schriftchen  eines  gewissen  Daüd
b.  Sulejmän  al-Bagdädi  erwähnen.  1  Das  Schriftchen,  welches
sowohl  in  Betreff  seines  Umfanges,  als  auch  inhaltlich  herzlich
unbedeutend  ist,  hebe  ich  hier  deswegen  hervor,  weil  es  zuförderst
  eine  Polemik  gegen  Behä  al-Din  al-'Amili  ist,
einen  Mann,  der,  wenn  er  auch  nichts  Epochemachendes  geleistet, ­
  in  einer  Literaturgeschichte  der  Sx'ä  auf  jeden  Fall  zu
nennen  sein  wird.  Er  wurde  im  Jahre  953  d.  H.  2  in  Ba'lbek :t
geboren,  einem  Orte,  der  noch  heutigen  Tages  ein  Stapelplatz
des  Si'ismus  in  Syrien  ist.  Jeder  Muslim  von  jung  bis  alt
behauptet  dies  wenigstens  in  Damaskus,  und  es  ist  auch  nicht
auffallend,  wenn  man  bedenkt,  dass  jene  Partie  des  Libanon
um  Ba'lbek  herum  mit  den  Mutwallis  bespickt  ist.  Freilich
muss  ich  hinzufügen,  dass  die  Muslims,  die  ich  in  Ba'lbek
selbst  über  die  Wahrhaftigkeit  dieser  Angabe  befragte,  dieselbe
entschieden  zurückwiesen,  was  aber  nichts  dagegen  beweist,  da
die  Anhänger  'Ali’s  in  Syrien  durchgehends  Sunnismus  heucheln,
obwohl  diese  Kryptosi'iten  1  in  Damaskus  fast  Alle  in  einer
und  derselben  Gasse  zusammenwohnen.  Ich  hatte  sonst  keine
Gelegenheit,  über  den  confessionellen  Charakter  der  Ba'lbeker
im  Orte  selbst  Sicheres  zu  ermitteln;  ein  griechisch-katholischer
Geistlicher  allerdings  bestätigte  mir  die  Angabe  meiner  Damascener
  Freunde.

1  Iischr.  der  vicekönigl.  Bibi,  in  Kairo.
2  Flügel  schliesst  demnach  ganz  richtig  darauf,  dass  er  nach  071  gelebt
haben  muss  (Wiener  Katalog  Bd.  T  p.  409).
3  Andere  lassen  ihn  in  Kazwin  geboren  werden,  wo  er  sich  nach  Keskül
p.  <]♦,  6  im  Jahre  1001  auf  hielt;  das  ^yoLwJ!  bei  Flügel  (ibid.  Bd.  III
p.  510)  ist  ohne  Zweifel  in  zu  emendiren;  zwei  Nisbenformen,
die  leicht  zu  confundiren  sind  (vergl.  Ihn  Challikan  Bd.  V  p.  ö 4 !)
4  Von  Kryptosi'iten  sprjhht  auch  Tüsy  List  of  Shyah  books  nr.  153.
586.  An  letzterer  Stelle  wird  vom  Ende  des  3.  Jhd.  d.  H.  ein  Kryptosi
 r it,  erwähnt,  der  jedoch  auch  sunnitische  Schriftsteller  ei  entfaltete:
vsri-JÄJI  o  xäääj
»Jj  l^AÜi  ^jb.  ^.icLJI  jbuoLobi!
            
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