Homerische Studien.
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Wir können bei Homer mit ziemlicher Sicherheit den
gleichen Uebergang des u in F an demselben Worte, wo er uns
bei Sappho und Alcaeus begegnet, constatiren, bei yew. Regelmässig
und in zahlreichen Stellen bewahrt der Aorist sein so,
so 28 mal in Formen des Indicativs, durchweg im Conj., Inf.
und Part. Aber viermal finden wir i/zxi 2 347, Q 799, 0 436,
einmal e'"/ssv Z 419 d. i. r/sFxv 1/eFsv. — Ziemlich gleich vertheilen
sich die Formen des Zeitworts äXeüop.ai mit so und s
d. i. eF; oft wechselt consonantisches und vocalisches F in derselben
Form, z. B. aXeöaoOai p, 159. 269. 274 und aXsFaoOat
N 436. 513, T 302, W 340. 605, i 274. 411, * 447. — Ueberall
behaupten die Formen von Seöop.ca (ich bedarf) ihr so, auch die
Activform i 540 (== 483) sosurjasv o’ objiov ay.pov ly.scOa'., nach
welcher Stelle Leo Meyer in Kuhn’s Zs. XIV 88 richtig 2 100
ep.su §’ eSsoYjffev (statt ep.slo Se Syjasv oder S’ SSvjerev) aprjq äXy.-Yjpa
YsvsaOa'. verbessert hat, wo also allein der Vers sSsFvjasv verlangt.
Die contrahirte, demselben Stamm angehörige Form oe! findet
sich bei Homer nur einmal I 337. — 28 mal finden wir das
aus F entstandene oo in Xouoj und seinen Formen (vergl. la-v-ere)
gewahrt; 11 mal erscheint c d. i. oF, in Xöeov 3 252 (neben
eXoueov Hymn. in Cer.' 289), Xoe y. 361, XöscOai Hes. Op. 749
(neben Xo6sc0a'. Z 508, 0 265 und Xoöaöat '( 216), Xoeawai - 320,
Xosaaa? W 282, Xoecraap,evo<; (5 mal), Xosacaro £ 227, Xosaoop.at X, 221,
von Xoscaapsvo? abgesehen, immer vereinzelt, während die Bildungen
mit ou sich vielfach wiederholen.
Auf welche Weise nun o sich in F umgesetzt, das deuten
noch sattsam Schreibweisen der Inschriften an, welche uns ja
allein das Zeichen des F bewahrten, indem hie und da in Formen
neben u sich ein F entwickelt zum Zeichen, dass neben
dem Vocal der Spirant hörbar war, der, wie der Erfolg zeigt,
in der Regel den vocalischen Laut vernichtete. Bisher kannte
man nur einige Beispiele der Art, so den boeotischen Dativ
Rr/.süFa (C. J. 1639), EüFapa auf einer boeot. Münze (Eckhel Doct.
Num. II 196), rapuF6vYjs auf einer Vase aus Volci (C. J. 7582,
Kirchhoff Alph. 2 112), tov eXsrpuF6va auf einer Vase aus Egnatia
(Bullet, archeol. 1861, Jul., p. 30, Tab. I 2), äpicTsüFov-a (so
richtig verbessert für apioreoxovTa) auf der korkyräischen Inschrift
(Savelsberg 28). Das von Savelsberg (a. a. 0. 6) hinzugefügte
EoFaototc aus dem Elischen Bündniss ist unsicher