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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 78. Band, (Jahrgang 1874)

Homerische  Studien.

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Wir  können  bei  Homer  mit  ziemlicher  Sicherheit  den
gleichen  Uebergang  des  u  in  F  an  demselben  Worte,  wo  er  uns
bei  Sappho  und  Alcaeus  begegnet,  constatiren,  bei  yew.  Regelmässig ­
  und  in  zahlreichen  Stellen  bewahrt  der  Aorist  sein  so,
so  28  mal  in  Formen  des  Indicativs,  durchweg  im  Conj.,  Inf.
und  Part.  Aber  viermal  finden  wir  i/zxi  2  347,  Q  799,  0  436,
einmal  e'"/ssv  Z  419  d.  i.  r/sFxv  1/eFsv.  —  Ziemlich  gleich  vertheilen ­
  sich  die  Formen  des  Zeitworts  äXeüop.ai  mit  so  und  s
d.  i.  eF;  oft  wechselt  consonantisches  und  vocalisches  F  in  derselben ­
  Form,  z.  B.  aXeöaoOai  p,  159.  269.  274  und  aXsFaoOat
N  436.  513,  T  302,  W  340.  605,  i  274.  411,  *  447.  —  Ueberall
behaupten  die  Formen  von  Seöop.ca  (ich  bedarf)  ihr  so,  auch  die
Activform  i  540  (==  483)  sosurjasv  o’  objiov  ay.pov  ly.scOa'.,  nach
welcher  Stelle  Leo  Meyer  in  Kuhn’s  Zs.  XIV  88  richtig  2  100
ep.su  §’  eSsoYjffev  (statt  ep.slo  Se  Syjasv  oder  S’  SSvjerev)  aprjq  äXy.-Yjpa
YsvsaOa'.  verbessert  hat,  wo  also  allein  der  Vers  sSsFvjasv  verlangt.
Die  contrahirte,  demselben  Stamm  angehörige  Form  oe!  findet
sich  bei  Homer  nur  einmal  I  337.  —  28  mal  finden  wir  das
aus  F  entstandene  oo  in  Xouoj  und  seinen  Formen  (vergl.  la-v-ere)
gewahrt;  11  mal  erscheint  c  d.  i.  oF,  in  Xöeov  3  252  (neben
eXoueov  Hymn.  in  Cer.'  289),  Xoe  y.  361,  XöscOai  Hes.  Op.  749
(neben  Xo6sc0a'.  Z  508,  0  265  und  Xoöaöat  '(  216),  Xoeawai  -  320,
Xosaaa?  W  282,  Xoecraap,evo<;  (5  mal),  Xosacaro  £  227,  Xosaoop.at  X,  221,
von  Xoscaapsvo?  abgesehen,  immer  vereinzelt,  während  die  Bildungen ­
  mit  ou  sich  vielfach  wiederholen.
Auf  welche  Weise  nun  o  sich  in  F  umgesetzt,  das  deuten
noch  sattsam  Schreibweisen  der  Inschriften  an,  welche  uns  ja
allein  das  Zeichen  des  F  bewahrten,  indem  hie  und  da  in  Formen ­
  neben  u  sich  ein  F  entwickelt  zum  Zeichen,  dass  neben
dem  Vocal  der  Spirant  hörbar  war,  der,  wie  der  Erfolg  zeigt,
in  der  Regel  den  vocalischen  Laut  vernichtete.  Bisher  kannte
man  nur  einige  Beispiele  der  Art,  so  den  boeotischen  Dativ
Rr/.süFa  (C.  J.  1639),  EüFapa  auf  einer  boeot.  Münze  (Eckhel  Doct.
Num.  II  196),  rapuF6vYjs  auf  einer  Vase  aus  Volci  (C.  J.  7582,
Kirchhoff  Alph. 2  112),  tov  eXsrpuF6va  auf  einer  Vase  aus  Egnatia
(Bullet,  archeol.  1861,  Jul.,  p.  30,  Tab.  I  2),  äpicTsüFov-a  (so
richtig  verbessert  für  apioreoxovTa)  auf  der  korkyräischen  Inschrift ­
  (Savelsberg  28).  Das  von  Savelsberg  (a.  a.  0.  6)  hinzugefügte ­
  EoFaototc  aus  dem  Elischen  Bündniss  ist  unsicher
            
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