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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 78. Band, (Jahrgang 1874)

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Goldziker.

y*-^}  bei  Damiri;  1  JLo  «ji+m  jo!  -  oder

von  der  Lästerung  der  Familie  'Alfs:  v_dlie  ^jI  pA*i
JLo^  ;  3  ferner:  >_aJUo  ^jo  JLti
4  Ich  erkläre  mir  vermuthungsweise  dieses  Wort  als  aus
der  Vulgärsprache  entstanden.  Im  Vulgärarabischen  ist  nämlich ­
  die  Metathesis  innerhalb  der  Consonanten  eines  Wortes
überaus  häufig;  man  sagt  goz  für  un( i  z ög  für
failafus  für  Oy-wApi.  Dahin  gehört  auch  das  häufige  na'al
fürla'an:  fluchen.  Aus  diesem  Juu>  ist,  glaube  ich,  das  fragliche ­
  näl  entstanden,  mit  der  Erweichung  oder  Elision  des  äjn-Läutes,
  welche  in  den  Vulgärdialecten  der  semitischen  Sprachen
nicht  selten.  5
Die  Frage  des  äul^ssj!  setzte  im  Jahre  755  d.  H.
die  gelehrten  Kreise  von  Damaskus  in  Aufregung,  als  ein  Si'ite
in  der  Moschee  der  Umajjaden  vor  den  Augen  der  Versammlung ­
  die  Chalifen  lästerte  und  der  damalige  Oberkadi  das
Todesurtheil  über  ihn  fällte.  (i
Mehr  noch  als  in  Syrien  musste  diese  Frage  in  Aegypten
in  den  Vordergrund  treten,  wo  im  IV.  Jhd.  die  Beschimpfung
der  von  den  Sunniten  anerkannten  ersten  Chalifen  geradezu
zum  Staatsgesetz  erhoben  wurde  und  nicht  nur  in  mündlicher
Weise  geschehen  musste,  sondern  an  öffentlichen  Plätzen  auf
Tafeln,  Hausthüren  und  Mauern  aufgeschrieben  wurde,  bis  dass
al-Hakim  bi-amr  Allah  dagegen  ein  Verbot  publiciren  liess
und  später  im  Jahre  426  die  Blüthezeit,  der  Si'ä  in  Aegypten
ihr  Ende  nahm.  7

1  Hajäit  al-hajwän  Bd.  I  p.  21.
2  List  of  Shya  books  p.  (T  6-3
  Kitäb  al-agitni  Bd.  XVI  p.  |,  7;
4  ibid.  1.  12.
5  Im  Aramäischen  und  Aethiopischen,  so  wie  auch  im  Hebr.  JjriS  zu  D-KllS
n.  s.  w.  wird  (Ewald  Ausführl.  Lehrbuch  d.  II.  Spr.  §.  öS  c.)  Für
das  Vulgärarabische  ist  ein  Beispiel:  istefilü  für  (^ljt.ÄX«*j  bei  Wetzstein ­
  Zeits.  d.  d.  mgl.  Ges.  XI  p.  505.  Auch  das  mysteriöse  y°'~~  L_>  LA”
bei  Ibu  Clialdüu  Prolegomena  (Not.  et  Extr.  Bd.  XVII)  p.  184  ist
aller  Wahrscheinlichkeit  nach  yA*.2»  t_s  LxV
6  Ihn  Ungar  Kitäb  al-Snwä'ik  Bl.  86  recto.
X  Al-Makrizi’s  Chitat  (Bulaker  Ausgabe)  Bd.  II  p.  ("fit"  un ü  ("fit 1 .
            
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