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Hartei.
Was den Uebergang von u in F im Innern der Wörter
betrifft, so zählt dieser zu den nicht seltenen Erscheinungen.
Wo der Vocal u verschwindet, nimmt man an, dass aus ihm
zuerst F entstand, welches zwischen Vocalen so regelmässig
verklang. Wo wir bei Homer Formen mit eu und s nach dem
Bedürfnis des Verses wechseln sehen, werden wir ohne Bedenken
dies so auffassen, dass in letzteren u als F gesprochen
wurde, um so bereitwilliger bei Homer, wo das Digamma noch
ein überaus geläufiger Laut ist, als wir bei spätem Dichtern
einer gleichen Annahme uns kaum entschlagen können. Im
äolischen steht der Diphthong fest in /siiw und ■ävsüw, und er
wird uns durch das Metrum verbürgt bei Ale. 36, 3 -/.ao 31 /eimw,
42, 1 /e3ov £|j.c. p.üpov. Wenn das Metrum an andern Stellen
Kürze des Diphthongs verlangt wie Ale. 41, 4 sy/ss -/ipvai?,
Sapph. 2, 13 '/.r/./EcTai, Ale. 66, 2 iuv£owa (denn dieser Versausgang
scheint in dem stark verderbten Fragment sicher zu
stehen) und die Ueberlieferung zum Theil wenigstens su nicht
durch das gewöhnliche e verdrängen lässt (vergl. If/sus Ale.
41, 4 und Hesychius CTiicveöwv), so wird man wohl die ursprüngliche
Schreibweise mit i-f/jrz, v.cc/.yßfzta.’. zveFoiaa gewonnen haben,
und die. Vernichtung des ein u vertretenden Digamma auch
in vaFo? Ale. 19, 3; vd'Fi Ale. 18, 4; vdF?'öt Ale. 79; dFeX(u
Sapph. 79, 2; <?dfoc Sapph. 69 annehmen dürfen, da die Formen
mit Diphthong für das aeolische feststehen und in der
uns erreichbaren Ueberlieferung dieser Dichter jede graphische
Spur des Spiranten getilgt ist. Aus Pindar führten wir bereits
dudräv P. II 28, III 24) an, wo der an der ersten
Stelle in sämmtlichen Hdsch. gewahrte Accent dudrav, an der
zweiten Varianten wie aßdrav, d~d-cav eine schwache Erinnerung
an das hier consonantisch gesprochene o zu enthalten scheinen;
denn in späterer Zeit suchte man durch ß oder auch u
(vergl. 2su?)poc C. J. 1216. 1217, Seuv^pou auf einer im Rh. M.
1872, S. 464 publicirten Inschrift aus Smyrna) das fremd gewordene
Zeichen zu ersetzen. Bei demselben Dichter finden
wir noch P. VIII 35 i'/veüwv = t/vsFwv (-*- -- —) und s-/euav
I VII 58. Zwei Beispiele aus Hipponax (22 A und 22 B)
sind bereits früher (S. 20) mitgetheilt worden. Schliesslich sei
das Aristophanische xpwxpoov für Ttpoüy.po'jov (Lys. 1252) nicht
übersehen.