Beiträge zur Literaturgeschichte der ÖPä und der sunnitischen Polemik. 447
,Wer sich von der muhammedanischen gemä'a abtrennt und
sei es auch nur eine Spanne weit, der hat das Joch des Islam
von seinem Nacken abgeworfen/ sowie auch unter den sechserlei
Sündern, die Gott mit seinem Fluche belegt, derjenige
genannt wird, der meine (des Propheten) Sunna verlässt (d)UÜI
1 Wir müssen diesen theologisch fixirten Gebrauch
der Ausdrücke und üäIjiä. demjenigen gegenüberhalten
wo darunter nur die Gemeinde, die Vereinigung der Gläubigen
zu andächtigen Zwecken verstanden wird; so z. B. in einem
bei al-Damiri 2 mitgetheilten Traditionsausspruc-he, der allem
Anscheine nach gegen die Wüstensöhne, die Beduinen, gerichtet
ist, welche nicht in der gläubigen Gemeinschaft, deren Mittelpunkt
die Moschee, r Ul, leben: Jjol
JLs &-U! U ^
cjLx+4-1 ^->Lcl+4l Die Si'iten unterlassen es denn
auch nicht, ihren Gegnern den Vorwurf der Erfindung von
Tendenztraditionen mit Parteiinteresse zu machen, und lassen
sich in eine theils verdächtigende, theils entschieden zurückweisende
Kritik dieses Theiles der muhammedanischen Tradition
ein; freilich sagen sunnitische Apologeten, dass sie in diesem
Geschäfte von principienloser Willkür geleitet werden, und
sich über die Grundregeln der Traditionswissenschaft hinwegsetzend
Alles nach ihrem Belieben beurtheilen. :t Die Sfiten
al-Gazäli angeführt wird (Lhjä f ulüm al-din Bulaker Ausg Bd. I
p. tvf, 24) -L\ Lg-00 J-ol ^j.s^xax!
1 Ibn Hagar al-Mekki in seinem Werke über die Todsünden: Kitäb
al-zawägir 'an iktiräf al-Kabä'ir (Bulak. 1284) Bd. 1 p. [♦{",
2 Hajät al-hajwän Bd. II p.