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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 78. Band, (Jahrgang 1874)

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Hartei.

durchweg-  in  seiner  consönantischen,  prosodiscli  nur  in  Position
und  Hiatustilgung  erkennbaren  Natur  entgegen.  Vocalisirung
desselben  erfolgt  in  einigen  dialektischen  Formen,  die  uns
Hesychius  erhalten  hat  (vergl.  Christ  G.  L.  191,  Curtius  Gz 4 .
550  ff.),  nämlich:  üdXexai  cxwXrp/.ia,  ücsXy;  <r/.wXv;c;  von  W.  FaX  —
53e<rtq  ctoX’O  ITä^ioi  —  ui^v  tyjv  ä’jjwceXov,  utöv  avaosvopaSa,  vergl.
FoTvo?  vinum  —  uiXyj  c;j.r,Xo?  (Bp-iXo?)  von  W.  FsX  —  üpei-faXsov
Siepp0)^6?  von  W.  Fpay.  Dann  in  dem  bei  Herodot  I  167  vorkommenden ­
  Namen  der  unteritalischen  Stadt  TeXr,  =  OüsXia  Velia.
ua  us  uo  sind  eben  rauhe  Verbindungen,  welche  der  griechische
Mund  durch  Entwickelung  eines  parasitischen  F  gefügiger  machte,
wie  wir  noch  sehen  werden.  Bei  Homer  vermag  ich  eine  derartige ­
  Vocalisirung  nur  in  einem  Falle  nachzuweisen.  E  487  ist
das  überlieferte  äX6vts  höchst  auffällig  durch  die  Quantität
des  a,  das  sonst  überall  kurz  ist.  Man  lese  Xivou  uocXövts
TOXvocypo'.».  Die  früher  erwähnte  aeolische  Form  s-üdX-wzev  zeigt
die  gleiche  Vocalisirung  an  demselben  Stamm.  —  Die  Bergksche
  Conjectur  Sapph.  2,  9  yXoiaa’  sua-ps,  sowie  die  von  Christ
(Gr.  L.  200),  der  Sapph.  78,  2  op^aze?  avr ( tu  auvüeppatera  zu
lesen  vorschlägt,  unterliegen  leider  einigen  Bedenken  und
können  nicht  als  sichere  Belege  derartiger  Vocalisirung  angesehen ­
  werden,  die  übrigens  dem  aeolischen  Dialekt  wohl
besonders  geläufig  war.
Wenn  aber  auf  das  Digamma  ein  i  folgt,  dann  ist  die
Möglichkeit  einer  Vocalisirung  und  Diphthongbildung  gegeben; ­
  wir  sehen,  dass  sich  so  F  vor  i  in  u  umgesetzt  in  uiX-rj
(=  lakon.  ßsiXv)  =  l'Xvp  Schaar)  und  uVqv  (vergl.  vinum,  St.  m).
Denn  us  ist  eine  dem  griechischen  Munde  nicht  fremde  Verbindung. ­
  Wir  werden  aber  Spuren  davon  nur  in  der  veränderten ­
  Quantität  des  i  zu  suchen  haben.  Die  Ueberlieferung
enthält  keine  Andeutung  einer  derartigen  Affection  des  t.  Betrachten ­
  wir  die  Fälle:
Einer  der  Stämme,  welcher  bei  Homer  das  Digamma  fest
behauptet,  ist  Fa/  (FtFä/w  FtFa/-Q.  An  28  Stellen  zeigt  es  sich
wirksam.  Nur  eine  Form,  das  Praeteritum,  verräth  bis  auf
A  506  =  P  317  (ApvsTc.  Se  p.sya  la/ov)  keine  Spur  seiner  prosodischen
  Wirkung,  indem  weder  vocalischer,  noch  consonantischer
  Auslaut  wie  bei  den  andern  Formen  (p.eyä  FiFa/wv,  ailv
F'.Fa/ovTcc)  irgend  eine  Affection  zeigt.  Wohl  aber  tritt  in  ihr  t
            
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