Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 78. Band, (Jahrgang 1874)

398

Pfizmaier.

Die  von  Tschang-hicn  verfassten  reingeistigen  Vorbilder:
I  erbat  das  Arzneimittel  der  Unsterblichkeit  von  der  Königsmutter
  des  Westens,  ^  Heng-ngo  1  stahl  es  und  floh
damit  in  den  Mond.  Sie  vertraute  ihren  Leib  dem  Monde.
Dieses  ist  die  Kröte.
Die  vermischten  Erzählungen  der  Mutterstadt:
Der  König  von  Kuang-tschuen  öffnete  das  Grab  des
Fürsten  Ling  von  Tsin.  Er  fand  eine  Kröte  von  Edelstein,
welche  so  gross  wie  eine  Faust  war.  Ihr  Bauch  war  leer  und
fasste  fünf  Gantang.  Sie  war  wie  neuer  Edelstein.  Er  nahm
sie,  füllte  sie  mit  Wasser  und  betröpfelte  den  Tintenstein.
Die  von  Thsui-schi  verfassten  Gebote  der  Monate  für
die  vier  Classen  des  Volkes:
Am  fünften  Tage  des  fünften  Monats  fängt  man  Kröten.
Man  kann  mit  ihnen  böse  Geschwüre  heilen.

tfeg  i{j||  Kia-ma  ist  der  Frosch.  Eine  kleinere  Art
Frösche  mit  grünem  Rücken  heisst  Wa.
Die  von  Tschang-fan  verfasste  Geschichte  von  Han:
Kaiser  Ling  liess  Frösche  des  Ilimmelssegens  giessen.
Dieselben  spieen  Wasser  im  Osten  der  Brücke  vor  dem  Thore
Ping-tschang.  Das  Wasser  floss  auf  kurzem  Wege  in  den
Palast.  Ferner  verfertigte  man  durstige  Vögel  des  Vogelnetzes.
Man  stellte  sie  im  Westen  der  Brücke  auf  und  bewässerte  die
südliche  und  nördliche  Vorstadt.
Das  Buch  der  Sung:
Scheu,  der  jüngere  Bruder  ^  ^|§  Tschangtschang’s
  ward  einst  von  einem  wüthenden  Hunde  verletzt.
Der  Arzt  sagte,  er  möge  Gehacktes  von  Fröschen  essen.  Scheu
hatte  dagegen  den  grössten  Widerwillen.  Tschang  lächelte  und
kostete  es  zuerst.  Scheu  ass  es  demzufolge.  Die  Wunde  ward
dann  auch  geheilt.
Das  Buch  der  Tsi:
tu  ff  jffi  Tschin-seng-tschao  hiess  mit  einem  anderen
Namen  &  m  Fä-lang.  In  seiner  Jugend  diente  er  einem

1  Heng-ngo  war  die  Gattin  des  Lehensfürsten  I.  Sie  gilt  fiir  die  Göttin
des  Mondes.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.