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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 78. Band, (Jahrgang 1874)

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Pfizmaier.

dass  sie  den  Befehl  von  dem  Himmel  erhalten.  Sie  sagen,  es
gebe  das  Entsprechende  glücklicher  Vorbedeutungen.  Sollte
dieses  so  sein?  —  Kn  sprach:  Es  kommt  vor.  Wenn  das
Auge  winkt,  erhält  man  Wein  und  Speise.  Wenn  das  Feuer
Funken  wirft,  erhält  man  Geld  und  Güter.  Wenn  die  Aelster
schreit,  kommen  Reisende.  Wenn  die  Spinne  aufsitzt,  sind  die
hundert  Ereignisse  erfreulich.  Kleine  Vorkommnisse  werden
noch  immer  vorhergesagt.  Bei  grossen  ist  dieses  ebenfalls  angemessen. ­
  Wenn  das  Auge  winkt,  so  beschwört  man  es.  Wenn
die  Aelster  schreit,  so  füttert  man  sie.  Wenn  die  Spinne  aufsitzt, ­
  so  lässt  man  sie  los.  Um  wie  viel  mehr  ist  dieses  der
Fall  bei  der  grossen  Kostbarkeit  der  Welt,  bei  der  bedeutsamen ­
  Stufe  eines  Gebieters  der  Menschen.  Wenn  nicht  durch
den  Befehl  des  Himmels,  wie  könnte  man  es  erreichen  ?
Der  von  Lieu-king-schö  verfasste  Garten  der  Merkwürdigkeiten ­
  :
In  einem  reichen  Hause  der  Provinz  Tschin  erzog  man
einen  Sohn,  dessen  Käme  Lang.  Dieser  knüpfte  mit
einer  Sclavin  ein  Verhältniss  der  Freundschaft.  Nach  einem
Jahre  starb  die  Sclavin.  Dieselbe  ging  noch  immer  in  dem
Hause  ohne  Unterbrechung  aus  und  ein.  Später  sah  man  am
Abend  eine  grosse  Spinne  von  der  Gestalt  einer  ein  Nössel
haltenden  Trinkschale.  Dieselbe  kletterte  auf  das  Bett  und
begab  sich  zu  Lang.  Sie  zeigte  sogleich  Freude  und  Wohlgefallen. ­
  Die  Mutter  fing  und  tödtete  sie.  Das  Gemtith  Lang’s
war  hierauf  geheilt.
Die  von  Lieu-I-khing  verfassten  Verzeichnisse  des  Dunklen ­
  und  Hellen:
In  einer  Provinz  war  ein  gewisser  m  f  Tschang-kiä
mit  |ij|  ffH  Tsai  -mu,  Vorsteher  der  Scharen,  genau  bekannt.
Er  ging  als  Gast  in  das  Haus  Mu’s.  Er  begab  sich  bald  auf
die  Reise,  wo  er  mehrmals  übernachtete.  Die  bestimmte  Zeit
verstrich,  und  er  kehrte  nicht  zurück.  Mu  schlief  am  Tage
und  träumte,  dass  Kiä  zu  ihm  sagte:  Ich  begab  mich  auf  die
Reise  und  wurde  plötzlich  krank  und  leidend.  Herz  und  Bauch
waren  von  der  Krankheit  schmerzhaft.  Der  Bauch  war  voll,
und  ich  konnte  mich  nicht  erbrechen.  Meine  Krankheit  heisst
die  trockene  Brechruhr.  Sie  ist  heilbar,  jedoch  kein  Mensch
kannte  das  Arzneimittel.  Desswegen  bin  ich  jetzt  gestorben.
            
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