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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 78. Band, (Jahrgang 1874)

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II  arte  1.

H  256  a6v  p’  etiegov  Asfouci  soixcts?  <I)p.o<pdYOtaiv  und  0  592  Tpws?
Ss  Asi'ouai  eodwte?  (I)|j.o$dYoi(7i.  Da  der  Diphthong  et  sehr  befremdend ­
  ist  und  durch  das  späte  Asiov-o-äAa  bei  Erycius  Anth.
Pal.  9,  273  für  Homer  nicht  irgend  geschützt  werden  kann,
wollte  Nauck  (a.  a.  0.  219)  an  den  drei  Stellen  Xiscrai  statt
Xei'ousi  schreiben,  eine  Form,  welche  z.  B.  bei  Callimachus
(fr.  329)  Ate?  p.sv  te  Ateocri  steht,  welcher  Vers  zugleich  die
schwankende  Quantität  des  t  bezeugt.  Man  könnte  für  die
Naucksche  Conjectur  noch  den  Umstand  geltend  machen,  dass
vor  Ai?  4  mal  (A  480  stu  ts  Xiv,  A  239,  P  109,  2  318  6?  te
Ai'?,  vergl.  Hom.  Stud.  I 2  21)  kurze  Silben  gelängt  erscheinen,
vor  Aemv  nirgends  als  0  592,  d.  i.  an  einer  der  drei  Stellen  mit
Asiouci.  Allein  wie  sollte  Xtscrui  durch  ein  noch  befremdlicheres
Aei'ouci  verdrängt  worden  sein.  Vielmehl-  dürfen  wir,  gestützt  auf
ahd.  lewo(n)  und  ksl.  Uvu  (s.  Curtius  Gz. 1  369),  auch  für  das
Griechische  den  Verlust  eines  F  annehmen,  und  XeFouci  wurde  in
den  drei  Versen  zu  Aeüoucti  wie  l'Faos  zu  suaSs.
Gewiss  in  den  meisten  hier  besprochenen  Fällen  ist  a  s  o
weder  eine  wirkliche  Länge,  noch  ein  wirklicher  Diphthong
gewesen,  so  wenig  wie  a  e  o  in  ßaAAop.evä  Tcpoif,  sp/scOs  7rp6?,
•^YdysTö  iipo?  als  wirkliche  Längen  werden  angesehen  werden;
sondern  sie  erhalten  vorübergehend  durch  den  Einfluss  der
anstossenden  Consonanten  eine  solche  Geltung.  Wird  dieser
Einfluss  durch  die  Gliederung  des  Verses  oder  willkürlich  gehemmt, ­
  so  treten  sie  in  ihrer  ursprünglichen  Quantität  wieder
hervor  (^-/.a  icpo?  dXX^Xou?,  Zeu?  Se  icpb?  ov  As^o?).  Wir  haben
früher  (Hom.  Stud.  I 2  90)  gesehen,  dass  es  der  Beweglichkeit
und  Flüssigkeit  gewisser  Consonantengruppen  gestattet  ist,  bald
von  dem  vorausgehenden  Vocal  sich  attrahiren  zu  lassen  und
Position  zu  bilden,  bald  von  dem  folgenden  und  nicht  Position
zu  bilden.  Eine  gleich  bewegliche  Natur  kommt  dem  Digamma
zu.  Es  unterliegt  der  Attraction  bald  des  vorausgehenden,  bald
des  nachfolgenden  Vocals,  bald  wird  ä'r-iov,  bald  ä-Fiov,  bald
oF-is?,  bald  o-Fis?,  a-cF-sntOv  und  duio-Fsreiov  vernommen  und  so
durch  die  Beweglichkeit  des  Spiranten  der  trügerische  Schein
einer  Beweglichkeit  der  Quantität  der  Vocale  erzeugt,  welcher
jene  absurde  Vorstellung  von  der  unbegrenzten  Freiheit  der
Homerischen  Dichtung  in  Bestimmung  der  Quantität  der  Vocale
hat  aufkommen  lassen.  In  der  Regel  übt  der  vorausgehende
            
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