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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 78. Band, (Jahrgang 1874)

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Hora  witz.

etsi  Grece  aut  hebraice  se  iactitaut  lingaae  eruditos,  quid  unquam
  maiores  haeresiarchas  quam  grecos  et  hebreos.  Am
treffendsten  aber  scheint  mir  die  Aeusserung  P.  Volz’,  dem  es
vorkommt,  als  ob  ein  neues  Papstthum  entstünde  und  die  Intoleranz ­
  sich  in  abstossender  Weise  zeige.
Wohl  würde  es  nicht  in  diesen  Zusammenhang  passen,
wollte  ich  eingehender  den  nicht  unbeträchtlichen  Gewinn,  der
aus  diesem  Briefwechsel  für  die  politische  und  Cultur-Geschichte
sich  ergibt,  darlegen.  Hur  in  wenigen  Worten  mag  darauf  hingewiesen ­
  werden,  dass  sich  über  den  Bauernaufstand,  über  die
Stellung  des  Kaisers  zu  den  Protestanten,  seinen  Zug  nach
Tunis,  die  Beziehungen  Frankreichs-zu  Deutschland,  über  den
Krieg  in  Savoyen,  die  Zusammenkunft  des  Kaisers  und  Papstes,
über  das  Trienter  Concil,  über  den  englischen  Aufstand,  die
Worinser  und  Regensburger  Colloquia  und  andere  Religionsgespräche, ­
  über  die  Türkengefahr,  die  Einnahme  von  Rhodos,
über  die  Fürstenberger  Fehde,  den  Cardinal  Farnese,  über  die
Unsittlichkeit  der  Franzosen  und  anderes  mehr  oder  weniger
gute  Angaben  finden.  Am  meisten  überraschen  dabei  die  Bemerkungen ­
  Heinrichs  von  Eppendorf  über  die  Bauernaufstände,
welche  er  durch  die  Faulheit  und  Anmassung  des  Adels  entstanden ­
  erklärt,  und  jene  Aeusserung  Wizels,  Europa  werde  noch
türkisirt  werden,  mit  Deutschland  aber  bald  aus  sein.  Einer
ähnlichen  trüben  Auffassung  begegnen  wir  in  einem  Briefe
Gabriel  Hummelbergers  von  1531:  Demum  de  Germania  nostra
quid  sperandum  putas?  Ego  certe  nihil  aliud  augurari  possum,
quam  miserandam  sui  ipsius  ruinam  .  .  Ein  jedes  Reich,  das
uneins  ist,  muss  zerfallen,  unserer  Sünden  halber  schreitet
dann  das  Verderben  —  wenn  auch  langsam  gegen  uns  heran.
Gott  möge  sich  unser  erbarmen.  ,Res  Germaniae*,  fährt  er
dann  fort,  ,Auguste  componi  poterant,  sed  nihil  actum  est.
Forte  peccata  nostra  nil  aliud  meruerunt.  Romanistas  Germanorum
  abusos  simplicitate  nemo  bonus  negabit.  Sed  Lutheranismo
  quid  aliud  etiam  actum  est,  nisi  ut  omnia  ruent?  Dei
timor,  proximi  amor  et  quod  merito  dolendum  est,  omnium
bonarum  literarum  evanescit  disciplina,  et  nemo  nunc  amplius
liberos  suos  bonis  literis  erudire  studeth  Neben  den  früher
erwähnten  politischen  Nachrichten  und  Reflexionen  darüber
liefern  archäologische,  etymologische  und  rechtshistorische
            
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