ITorawitz.
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locupletet. 0 quam felicem fortunam hie mihi depingis, inquies.
Sic est mi Alberte. Habe bonum animum. Hoc pacto Reuchlinus
ille multiplici linguarum peritia praeditus emersit. So wichtig
diese Stelle für Reucblin’s Biographie ist, so abstossend muthet
ihre Denkweise uns an; wahrlich, der kläglichen Philisterberechnung
dieses Rathschlages gegenüber nehmen sich die
Ausschweifungen der Fidelfo, Beccadelli und Anderer italienischen
Humanisten grandios aus, es ist doch Schwung und Genialität
in ihnen.
Auch Melanchthon findet in dem Briefwechsel mehrfache
Erwähnung, überschwänglich preist ihn um 1521 ein
Ungar, Schiverius, mit den Worten:
,Cedite Romani scriptores, cedite Graii
Qui vos stultificat, nempe Philippus ;ulest'.
Auf seine Beziehung zu Rhenanus komme ich noch zurück,
die Erwähnung Reuclilin’s und Melanchthon’s aber führt uns
von selbst auf eine kurze Bemerkung über die Reformationsbewegung,
insoweit sie sich in unserer Correspondenz wiederspiegelt.
Für die Opposition gegen das Mönchthum und für
die entschiedenen Sympathien des erasinischen Kreises sind
auch hier so zahlreiche Proben, dass eine Auswahl schwer
fällt. Wir finden hier alle Nuancirungen, von ruhiger Kritik
des die Kirche Entehrenden und Schädigenden bis zu scharfer
Invective gegen die ,dummen Mönche', kurz alle jene Anschauungen
und jene bekannte Phraseologie begegnen uns auch
hier, die wir von Erasmus gewohnt sind. Einer der heftigsten
Eiferer gegen Ploogstraten’s ,höllische Partei', wie er sie
nennt, ist Augustinus- Gemoseus, der die mannigfachsten Attribute
häuft, um seinen Ingrimm gegen diese ,pharisäische Rotte'
zum Ausdrucke zu bringen. Auch Brunfels lässt es daran nicht
fehlen, er klagt über die Unwissenheit und Unduldsamkeit der
Geistlichen und schildert in lebendiger Weise das unglückliche
Loos eines talentvollen Mönches: ,Ea praeterea sors nostrarum
factionum, ut si qui eciam vivacioris sint ingenii provehi
tarnen non possint, neque probe maturari. Quantum putas nos
dementant, obtundunt, hebetant nocturnae excubiae. Eo nunc
ventum est in rebus, ut summam religionis in superstitione