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Horawitz.
ballen mit hundert Exemplaren von Schriften Alciats mit
hundert Exemplaren der Werke des Musikers Fractini und
einige medicinische Werke an Frohen, endlich kündigt er
seinen Besuch an. Auch später in den vierziger Jahren, als
er erkrankt war, lässt er durch Merbellius seine Grüsse ausrichten
und gibt Nachrichten über die dortigen Verhältnisse. —■
Weitaus bedeutender ist aber der geistige Zusammenhang, der
sich zwischen den Schriften der Italiener und den Anschauungen
der deutschen Humanisten zeigt. Hier ist es der Platonismus,
der als ein dem Christenthum vergleichbares Element gefeiert
wird. Die Ausführungen des Picus von Mirandola begegnen
uns auch in dem vorliegenden Briefwechsel. Albert Burer
preist u. A. die Stoa neben dem Christenthum; völlig aber
stimmt Peutinger’s hochinteressanter Brief mit den Ansichten
jener Italiener. Peutinger citirt z. B. den Marsilio Ficino über die
Uebereinstiminung Platon’s und Moses, meint, Plato sei nichts
Anderes als ein Moses, der attisch spräche und bemüht sich,
diess durch viele Citato zu erweisen. Er beruft sich dabei
auch auf Picus.
Schreiten wir zur Betrachtung des Inhaltes der Correspondenz,
so gewahren wir, dass sich das Hauptinteresse der
brieflichen Mittheilung auf die zur Edition vorbereiteten
oder herausgegebenen Classiker concentrirt. So rühmt Peutinger
bei Uebersendung 1 des Cassiodor die Erudition und Akribie
des Rhenanus ,in bonis authoribus restituendis . . . Haec enim
vera pignora sunt, quibus posteris memoria non vulgaris et
simul priscorum eruditio denuo comparatiuy haec longo jam
tempore alias ab ignavis et torpore affectis, non solum objecta,
sed et penitus quasi collapsa ruinae data fuissent, quam autem
hactenus in re operam nauasti, omneis recognoscunt, quiqui in
bonis literis et libris versari solenth Nicolaus Episcopius kündigt
das Erscheinen eines ,liber antibarbarorum' an, Johannes
schreibt über die Bücher des Philo, die ,supra modum corrupti
et . . a Georgio Tiphernate probre conversi adeo ut opus esset,
illos etiam habitos ad exemplaria Graeca, quae Romae in
bibliotheca Sixti habentur recognoscereh Theumer aus Freisingen
berichtet um 1531 von einer Vergleichung der Quintilianausgabe
1 Vgl. meinen Rhenanus III, 1. 2,