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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 78. Band, (Jahrgang 1874)

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Horawitz.

ballen  mit  hundert  Exemplaren  von  Schriften  Alciats  mit
hundert  Exemplaren  der  Werke  des  Musikers  Fractini  und
einige  medicinische  Werke  an  Frohen,  endlich  kündigt  er
seinen  Besuch  an.  Auch  später  in  den  vierziger  Jahren,  als
er  erkrankt  war,  lässt  er  durch  Merbellius  seine  Grüsse  ausrichten
  und  gibt  Nachrichten  über  die  dortigen  Verhältnisse.  —■
Weitaus  bedeutender  ist  aber  der  geistige  Zusammenhang,  der
sich  zwischen  den  Schriften  der  Italiener  und  den  Anschauungen
der  deutschen  Humanisten  zeigt.  Hier  ist  es  der  Platonismus,
der  als  ein  dem  Christenthum  vergleichbares  Element  gefeiert
wird.  Die  Ausführungen  des  Picus  von  Mirandola  begegnen
uns  auch  in  dem  vorliegenden  Briefwechsel.  Albert  Burer
preist  u.  A.  die  Stoa  neben  dem  Christenthum;  völlig  aber
stimmt  Peutinger’s  hochinteressanter  Brief  mit  den  Ansichten
jener  Italiener.  Peutinger  citirt  z.  B.  den  Marsilio  Ficino  über  die
Uebereinstiminung  Platon’s  und  Moses,  meint,  Plato  sei  nichts
Anderes  als  ein  Moses,  der  attisch  spräche  und  bemüht  sich,
diess  durch  viele  Citato  zu  erweisen.  Er  beruft  sich  dabei
auch  auf  Picus.
Schreiten  wir  zur  Betrachtung  des  Inhaltes  der  Correspondenz,
  so  gewahren  wir,  dass  sich  das  Hauptinteresse  der
brieflichen  Mittheilung  auf  die  zur  Edition  vorbereiteten
oder  herausgegebenen  Classiker  concentrirt.  So  rühmt  Peutinger
bei  Uebersendung  1  des  Cassiodor  die  Erudition  und  Akribie
des  Rhenanus  ,in  bonis  authoribus  restituendis  .  .  .  Haec  enim
vera  pignora  sunt,  quibus  posteris  memoria  non  vulgaris  et
simul  priscorum  eruditio  denuo  comparatiuy  haec  longo  jam
tempore  alias  ab  ignavis  et  torpore  affectis,  non  solum  objecta,
sed  et  penitus  quasi  collapsa  ruinae  data  fuissent,  quam  autem
hactenus  in  re  operam  nauasti,  omneis  recognoscunt,  quiqui  in
bonis  literis  et  libris  versari  solenth  Nicolaus  Episcopius  kündigt
das  Erscheinen  eines  ,liber  antibarbarorum'  an,  Johannes
schreibt  über  die  Bücher  des  Philo,  die  ,supra  modum  corrupti
et  .  .  a  Georgio  Tiphernate  probre  conversi  adeo  ut  opus  esset,
illos  etiam  habitos  ad  exemplaria  Graeca,  quae  Romae  in
bibliotheca  Sixti  habentur  recognoscereh  Theumer  aus  Freisingen
berichtet  um  1531  von  einer  Vergleichung  der  Quintilianausgabe
1  Vgl.  meinen  Rhenanus  III,  1.  2,
            
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