Full text: Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 78. Band, (Jahrgang 1874)

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Har tel. 
epischen iti-q>a6-<nuü. Ein Zeugniss für geschriebenes F bewahrt 
uns Priscian (I 17, 15. 253, 22 II.), der in tripöde vetustissimo 
Apollinis qui est Constantinopoli AiqpocäFuv gelesen (vergl. Ah- 
rens Aeol. 3(3, Dor. 44; Giese 'Aeol. D. 229, Curtius Gz. 4 
297 ff.) — äiü) hat in der Regel kurzes a, so im Versanfang 
o'jy. otfet? (K 1(30, 0 130. 248, a 298), in ätov (2 222), aisv (A 4(33) 
und den andern Formen. Nur an zwei Stellen verlangt der 
Vers die Länge 0 252 5iov vpop und K 532 ais «pdivYjtjsv ts. Das 
Digamma des Stammes aF steht etymologisch fest (vergl. au-di-o, 
skt. av-d-mi, ich beachte, Curtius Gz. 4 389). — In dena linden 
wir a zweimal (y 151, t 342) lang und dreimal (y 490 = 0 188, 
dscai 0 40) kurz, und auch hier ward wohl dFs-cra gehört, in 
dem man das Wort auf den Stamm aF (hauchen, athmen) mit 
grösster Wahrscheinlichkeit zurückführt (vergl. Lobeck Rhein. 4, 
Curtius Gz 4 . 390). — Nicht ohne Bedenken füge ich das ein 
malige vpfäaaÖE s 122 neben d-faauOe e. 119, ir 203 und dvdaOs s 129 
hinzu, da der Zusammenhang dieses Verbums mit St. yau nicht 
ausgemacht ist. Sonst könnte man sich ein singuläres q-fauacOs 
gefallen lassen, wie sich ein singuläres /paLr; E 138 (neben 
s/pas und den anderen Formen mit kurzem a) in der Ueber- 
lieferung erhalten hat. 
Verwickelter sind die Formen des Zeitworts dato, indem 
sich hier mit der schwankenden Quantität des ersten Vocals 
schwankende Quantität des zweiten verbindet. Wir linden das 
erste a kurz in adra-o — — — (I 537), ääaövjv ddcO-p daaÖeic — 
(II 685, T 113. 136, o 503, o 302), däTai — (T 129); lang 
hingegen in äaadp.vjv - — (1 116. 119, T 137), ddaaio 
(A 340), dacav ~ (-/. (38), d'aaev — — (o 296. 297), ddaxov 
w — — •- (E 271), cwta-ov — (® 91, ■/ 5); daoravro — ~ — — 
hat ein unbekannter Dichter (Bergk Inc. 39, 3). Was die Quan 
tität des zweiten a betrifft, so wollen wir, ohne diese Frage hier 
zu erschöpfen, nur darauf hinweisen, dass die sogenannte Um 
stellung der Quantität, an welche man erinnerte, zur Erklärung 
aller Formen nicht ausreicht. Wir sehen in vier Formen beide a 
lang. Wohl aber scheint das a von äaaöci«; ädaöiqv auf *dd£(o 
hinzuweisen, wodurch die Formen mit kurzem a sofort ver 
ständlich werden, eine Annahme, welche bei dem Homerischen 
Reichthum von verbalen Doppelformen auf au und a£w, den 
man jetzt bei Curtius (Verbum I 335 ff.) am besten übersieht, 
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