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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 78. Band, (Jahrgang 1874)

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Schulte.

9.  Das  Verfahren  der  alten  wie  der  neueren  Ausgaben
ist  lediglich  vom  Zufalle  bedingt  gewesen;  die  Schriftsteller
wurden  dabei  gar  nicht  zu  Rathe  gezogen.
10.  Ausser  den  in  obiger  Tabelle  verzeiehneten  Paleae
giebt  es  noch  eine  grosse  Menge  von  Zusätzen  einzelner  Oapitel,
im  Texte  solcher,  Rubriken  u.  s.  w.,  die  dein  Gratianischen
Texte  fremd  sind.  Ganz  besonders  gilt  das  von  der  römischen
und  der  auf  sie  gestützten  Richter’schen  Ausgabe,  deren  Text
daher  für  die  alten  Schriftsteller  der  ungeeignetste  ist.
XI.  Wir  wollen  zum  Schlüsse  noch  einen  Punkt  kurz
berühren,  die  Q.uellen,  denen  die  Paleae  entnommen  sind.
In  dieser  Beziehung  stellt  sich  Folgendes  heraus:
a)  Eine  Anzahl  sind  dem  Dec.rete  selbst  entnommen,
wie  die  folgende  Tabelle  zeigt:

Nummer
der  Paleae

Stelle  im  Decret,  der  sie  entnommen  sind.

13
16
84
85
86
95
116
123
129
130
141
B.  115

§.  2.  c.  6.  D.  VII.  de  poen.
c.  20.  C.  XXVII.  cp  2.
Summa  der  Palea  85.
c.  25.  C.  I.  q.  7.
c.  3.  D.  VI.  de  poen.
c.  17.  C.  XI.  q.  1.
c.  5.  C.  XVIII.  q.  2.  §.  5.
aus  dict.  ad  c.  43.  D.  III.  de  poen.
aus  c.  1.  C.  XXVII.  q.  2.
Rubrik  von  Nr.  131.
c.  15.  C.  VII.  q.  1.
c.  13.  C.  I.  q.  3.

Aus  Rufin  ergiebt  sich,  dass  Nr.  13  bereits  von  Paucapalea
  zugesetzt  ist;  116  und  123  glossirt  Johannes  Teutonicus.
Die  Zufügung  dieser  zwölf  Stellen  mag  der  Bequemlichkeit
halber  erfolgt  sein.  Man  könnte  sie,  mit  Ausschluss  von  116
und  123  fortlassen.
b)  Dem  römischen  Rechte  gehören  an:  Nr.  51,  65;
67,  89,  134;  R.  38,  78,  100,  150;  B.  65,  75,  86.
            
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