Die Paleae im Decret Gratians.
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pflegt, eine solche, d. h. ein Einschiebsel ist, wenn sie als Palea
in dessen Apparat bezeichnet ist, oder wenn sie keine Berücksichtigung
in ihm gefunden hat.
Johannes Teutonicus 1 übergeht nun sämmtliche als
Paleae bezeiclmete Stellen, mit Ausschluss der folgenden
Nummern:
1, 2, 4, 6, 8, 16, 17, 37, 44, 49, 57, 63, 67, 68, 69, 123,
125; B. 65, 75, 78, 86, 87, 88, 127, 145; ß. 100, 134.
Von diesen siebenundzwanzig glossirten haben acht, nämlich
Nr. 2, 67, 68, 125; B. 65, 75, 86, 145, Glossen ohne jede
Bezeichnung einer Palea. Bezüglich der nicht glossirten ist es
unmöglich anzugeben, ob er sie als Paleae ansah und deshalb
nicht mit Glossen versah, oder ob vielleicht doch manche von
ihnen Glossen gehabt haben.
Was die 27 betrifft, so wird von den acht glossirten
als Palea nur 68 (von Huguccio) bezeichnet. Aus Rolandus
ergiebt sich, dass er Nr. 125 nicht kannte. Nr. 2 (Paris.), 67
(Hug.); B. 65 (Joh. Fav., Par., Hug.), 75 (Hug.), 86 (Hug.)
werden commentirt. Aber die von Huguccio als Palea bezeichnete
Nr. 68 wird von Steph., Joh. Fav., S. Lips. commentirt.
Von den 19 anderen glossirten werden als Paleae bezeichnet:
Nr. 1 (Hug.), 17 (Ruf., Paris.), 37 (Hug.), 49 (Hug.),
123 (Plug.); — commentirt werden Nr. 1 (Steph., Joh. P’av.,
Lips.), 17 (Hug.);—dem Rolandus sind nicht bekannt: Nr. 44,
63, 123.
VIII. Hält man das hier (Num. VII.) Gesagte mit dem
oben unter Num. III. V. und VI. Dargestellten zusammen, so
darf man wohl mit Sicherheit folgende Schlüsse ziehen:
1. Die von Paucapalea, beziehungsweise Rolandus ohne
Bemerkung commentirten Nr. 98 und 119 sind sofort dem Texte
von Paucapalea eingefügt worden.
2. Auf Paucapalea sind zurückzuführen:
a) Nr. 81 und 137, die er anführt, beziehungsweise dem
Wortlaute nach aufnimmt.
1 Meine Glosse S. 75, Anm. 1, führt die Stellen bereits an; leider haben
sich zwei Druckfehler eingeschlichen. Es muss heissen c. 16 D. 18 statt
16; c. 7. 8. 9. D. 44 statt 45.