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Schulte.
Paucapalea beschränkt sich — ich glaube nichts übersehen
zu haben — auf Citiren der Distinctionen (woraus auch
folgt, dass er sofort die Zertheilung vorgenommen hat), Causae
und Quaestiones mit Zahlen, ohne die Zahl der Capitel anzugeben.
Rolandus citirt durchgehends die letzteren mit Zahlen, hatte
aber bereits einen Text, in dem einige angebliche Paleae
standen. Durch Thaners mühevolle Arbeit ist festgestellt,
dass er 37 Paleae sicher nicht kannte. Leider lässt sich ein
solcher Beweis bei anderen nicht führen, aber doch das Obige
durch sie stützen. Rufin, die Summae Coloniensis und
Parisiensis, Simon de Bisiniano, Sicardus citiren bald
mit der Zahl, bald mit den Anfangsworten. Da keines
dieser Werke aus allen Distinctionen und Quästionen, welche
Paleae enthalten, Citate von Capitelzahlen hat, aus denen sichere
Schlüsse zu ziehen sind, so kann aus der Nichtübereinstimmung
der Zahl mit der jetzigen in den Ausgaben nur ganz vereinzelt
ein Schluss gezogen werden. Das Resultat einer exacten
Untersuchung aller Citate würde, nach einigen von mir angestellten
Versuchen, so unbedeutend sein, dass ich es aufgab,
alle Stellen zu vergleichen; das würde einen Zeitraum von
Wochen beanspruchen. Wohl aber folgt aus dem Citiren mit
Zahlen durch eine sehr lange Zeit, dass ein gewisser Text
feststand.
VII. Zu gleichem Resultate gelangen wir durch ein anderes
uns zu Gebote stehendes Mittel. Wir wissen aus Rufin u. s. w.,
wie auch bereits mehrere der angeführten Stellen zeigen, dass
man die als Paleae geltenden Stellen in den Vorlesungen
überschlug (non legitur), und aus diesem Grunde
auch nicht glossirte. Hieraus darf wohl der sichere Schluss
gezogen werden, dass der Umstand, ob eine Stelle glossirt
worden ist oder nicht, den besten Beweis für ihre Genuität
oder ihre Eigenschaft als Einschiebsel abgiebt. Eine erschöpfende
Lösung ist aber auch auf diesem Wege nicht möglich. Ich habe
in der ,Glosse zum Decret Gratians' gezeigt, dass es unmöglich
ist, für alle Glossen die Verfasser festzustellen, dass
aber die Glossa ordinaria des Johannes Teutonicus so
ziemlich alle Capitel, welche überhaupt mit Glossen versehen
waren, berücksichtigt hat. Wir dürfen somit wohl davon ausgehen,
dass eine Stelle, welche als Palea angeführt zu werden